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Viehkauf im Winter 1938/39
Vorne sehen wir den Käufer, hinten den Schmuser (bed. Händler, Makler, Hausierer). Leider sind der Ort des Geschehens und die Namen der Beteiligten nicht bekannt. Wer kann weiterhelfen?
Das Foto wurde dem Heimatkundlichen Arbeitskreis dankenswerterweise von Heinrich Hofmann, Vohenstrauß, zur Verfügung gestellt.
Die Mittelbayerische Zeitung veröffentlicht eine regelmäßige Serie des Dialektforschers und MZ-Autors Ludwig Zehetner, der einen großen Teil der Kolumnen schon in seinem neues Buch “Basst scho!” vorstellen konnte.
Zu unserem Foto und der Definition der dargestellten Handelsware “basst” natürlich die folgende Erklärung von Ludwig Zehetner wie gerufen:
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„Kalbin, Kalben, Kalm“ ist ein weibliches Rind, das noch nicht gekalbt hat. Erst nachdem es ein Kalb geboren hat, wird es „Kuh (Kuah, Kouh)“ genannt. In einem Lied heißt es: „Auf de Òima / gibt’s Kiah und Kòima“, wobei „Almen“ und „Kalmen“ im Reim gebunden sind (auch: „auf da Alm /… Kalm“). Das Jungrind bezeichnet man als „Kàiwi/Kàlwl“ (mittel-/nordbair.), d.h. die Verkleinerungsform „Kälbl“ tritt an die Stelle des einfachen Worts „Kalb“. Um ein ’kleines Kälbchen‘ zu bezeichnen, muss man den erweiterten Diminutiv nehmen: „Kàiwal, Kàlwal“. Eine Kuh mit Kalb ist eine „Kalberkuh“, das weibliche Kalb ist ein „Kuhkälbl (Kuahkàiwi, Kouhkàlwl)“, das männliche ein „Stierkälbl“. Denn in der regionalen Hochsprache heißt das männliche Rind „Stier“, mundartlich auch „Bummerl“. Der „Gmoa-Stier“ war für die Rinderzucht einer ganzen Gemeinde zuständig.
(Quelle: Mittelbayerische Zeitung)
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