Sehen, betrachten und staunen

Unter dem obigen Thema findet in der Raiffeisenbank Vohenstrauß seit dem 13. Januar 2017 eine Fotoausstellung des Fotoclubs Vohenstrauß statt. Die faszinierende Ausstellung kann zu den üblichen Öffnungszeiten besucht werden.

Raureif bei der Neumühle, Foto: Johann Gmeiner, Fotoclub Vohenstrauß

Heimatpflege und regionale Kultur wird von vielen Menschen ausgeübt. Für die einen sind sie erfüllende Freizeitbeschäftigung, für andere die Möglichkeit, mitzugestalten und Verantwortung für den eigenen Lebensraum zu übernehmen. Neben der kulturellen Identität einer Region ist die Landschaft ein wesentlicher Teil der Heimat. Die gewachsene Kulturlandschaft und die Reste der ursprünglichen Natur  erscheinen vielen Menschen als erhaltenswert. Das Wissen um Veränderung der Landschaften vermittelt in bedeutendem Umfang die Fotografie.

Sie schult und lenkt unser Sehen.  Wir erliegen der Faszination der  Fotos, erleben die Emotionen,  die darin verborgen und zu sehen sind.  Die Fotografie gewährt uns  einen der mannigfaltigen Zugänge zu Heimat. Die agierenden Personen des Fotoclubs Vohenstrauß  geben  uns in der Ausstellung die Gelegenheit, wie damals „mit den Augen eines Kindes“,  staunend die Welt zu betrachten und auf Bildungsreise zu gehen.

Peter Staniczek, Kreisheimatpfleger, 13. Januar 2017 (aus dem Grußwort)

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… ein glückliches, gesundes neues Jahr

wünscht allen Freunden und Bekannten

Ihr Peter Staniczek

Beckenkeller

Das alte Jahr hat’s schlau gemacht,
Fort ist’s bei Nebel und bei Nacht.
Zum großen Glück für fern und nah,
war auf der Stell ein andres da.

Johann Peter Hebel

Gott sei gnädig diesem Jahre,
daß kein Unheil widerfahre,
nur ein mäßig Glück hienieden
und der wahre inn’re Frieden!

Franz Graf Pocci (1807 – 1876)

Neujahr bei Pastors

Mama schöpft aus dem Punschgefäße,
Der Vater lüftet das Gesäße
Und spricht: »Jetzt sind es vier Minuten
Nur mehr bis zwölfe, meine Guten.

Ich weiß, daß ihr mit mir empfindet,
Wie dieses alte Jahr entschwindet,
Und daß ihr Gott in seinen Werken
– Mama, den Punsch noch was verstärken! –

Pferde in der „Kälberloh“

Und daß ihr Gott von Herzen danket,
Auch in der Liebe nimmer wanket,
Weil alles, was uns widerfahren
– Mama, nicht mit dem Arrak sparen! –

Weil, was geschah, und was geschehen,
Ob wir es freilich nicht verstehen,
Doch weise war, durch seine Gnade
– Mama, er schmeckt noch immer fade! –

Tachetsberg

In diesem Sinne meine Guten,
Es sind jetzt bloß mehr zwei Minuten,
In diesem gläubig frommen Sinne
– Gieß noch mal Rum in die Terrine! –

Wir bitten Gott, daß er uns helfe
Auch ferner – Wie? Es schlägt schon zwölfe?
Dann prosit! Prost an allen Tischen!
– Ich will den Punsch mal selber mischen.«

Ludwig Thoma (1867 – 1921)

Nicht der Mond, die Sonne dringt erst am Nachmittag durch den Nebel. Möge sie uns auch im neuen Jahr immer erreichen.

alle Fotos Peter Staniczek
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„Alpenrose 1933“ – Rätsel im Tal der Lerau

In den letzten Tagen erhielt ich folgende Anfrage: „Seit längerem suche ich nach Hintergründen zu einem Felsenfindling  mit Gravur im Lerautal, in der Lerau. Von verschiedenen Personen habe ich eigentlich keine mich befriedigende Antworten erhalten. Mich würde der Ursprung des Namens Alpenrose und Angaben zu den Jahreszahlen und Buchstaben interessieren.“

alle Fotos: Peter Staniczek

Der genannte Findling in der Lerau nahe dem Leuchtenberger Steig ist mir schon seit Jahrzehnten bekannt, auch weil das Lerautal zu meinen Lieblingslandschaften zählt.

Allgemein wird angenommen, dass die Markierung 1933 im Auftrag von Weidner Wanderern erfolgt sei, ein archivalischer Beleg ist mir nicht bekannt .

Die Gravuren sind sicher zu verschiedenen Zeiten entstanden, worauf Machart und Jahreszahlen schließen lassen.  Zusammengehören meiner Meinung nach das Dreieck mit den Buchstaben T, V und A, der Zweig mit Blättern, die Unterschrift Alpenrose sowie die Jahreszahl 1933.

Nachträglich angebracht wurden wohl die Jahreszahl „1950“, sie ist nicht so symmetrisch gestaltet wie das übrige Bild (Höhenunterschied „19“ und „50“) sowie auch drei Buchstaben außerhalb des Dreiecks, links ein „N“ und ein „K“, rechts des Dreiecks ein „W“, was auf die ausführenden Personen hinweisen könnte („W“ für Bartl Wittmann, wobei aber ein „B“ fehlt. Wenn „W“ für Wittmann stünde, könnte man von drei Arbeitern ausgehen: „N“, „K“, „W“). Laut Auskunft des Vorsitzenden des OWV Leuchtenberg, Michael Schwabl, wurde zwischen 1948 und 1953 durch den Leuchtenberger Bartl Wittmann die Inschrift nachgearbeitet und ergänzt. Die Stelle sei vermutlich häufig von Weidner Wanderern als Bade- und Rastplatz genutzt worden. 

Entsprechend könnten die im Dreieck befindlichen Buchstaben „T“, „V“ und „A“ ebenfalls auf handelnde Personen des Gründerdatums 1933 hinweisen, aber auch für einen Verein stehen, z. B. „T“rachten“V“erein „A“lpenrose.  1933 war im Übrigen das Jahr der Gleichschaltung. Vereine verloren dabei ihre Identität.

Das Rätsel bleibt also noch immer ungelöst: Wer hat aus welchem Grund an dieser Stelle die „Alpenrose“ verewigt?

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Vollmond an Heiligabend

An diesem Weihnachtsfest stand ein spektakulärer Vollmond am Himmel . Es soll der höchste und am längsten sichtbare Vollmond des Jahres sein. Das Ereignis ist sehr selten, den letzten Vollmond gab es zu Weihnachten 1977 . Das nächste Mal soll es erst im Jahr 2034 wieder soweit sein.

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Heiligabend in Waging am See – Abendstimmung mit Blick zum Schafberg (Wolfgangsee, Salzkammergut

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Der Mond steht über dem See

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Fast wolkenloser Himmel

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Fotos: Peter Staniczek
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Woher kommen Ochs und Esel?

Sie sind Bestandteil fast jeder Krippendarstellung, obwohl von diesen beiden Tieren nirgendwo im Neuen Testament der Bibel die Rede  ist.

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Warten aufs Christkind

Die Mutmaßungen reichen vom Buch Jesaja bis zum „verbotenen“ Pseudo-Matthäus-Evangelium.

Foto: Peter Staniczek, Krippe in der Pfarrkirche Waging am See
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Der Strauß im Vohenstraußer Wappen

Der Legende nach soll der Strauß Eisen verdauen können, weshalb Orte, Adelsgeschlechter und Familien, bei denen hauptsächlich die Eisenindustrie eine Rolle spielte, ihn als Symbolik in ihr Wappen aufnahmen.

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Als Vohenstrauß im 14. Jahrhundert das Wappen erwarb, stand in der Oberpfalz die Eisenindustrie bereits in hoher Blüte. An Pfreimd, Zott. Luhe und anderen Gewässern erzeugten Eisenhämmer Bleche, Werkzeuge, Pflugscharen und Waffen, für die der Markt Vohenstrauß – Knotenpunkt von Fernstraßen – offenbar Sammel- und Umschlagplatz war.

Wurde dadurch der Straußenvogel mit dem Hufeisen im Schnabel zum Wappentier?

Foto: Peter Staniczek
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Via Carolina

Spaziergang am 20. Dezember 2015 auf den Spuren der „Alten Heeresstraße“, einer Trasse im System der Goldenen Straßen, auch als Prager Landstraße bekannt.

nebel_alte_heeresstr_braunetsriethDurch die Waldabteilung Steinknöchel im Kaar verläuft noch erkennbar ein Bündel von Altstraßentrassen, früher auch bekannt als Hammermühlweg, etwa 300 m  südlich verlaufen die Staatsstraße NEW 50 (früher B 14) und die A 6, die Via Carolina.

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Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

(Theodor Storm, Oktoberlied)

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Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt

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Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

(Eduard Mörike, Septembermorgen)

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„Nebel hängt wie Rauch ums Haus, drängt die Welt nach innen; ohne Not geht niemand aus; alles fällt in Sinnen.“ (Christian Morgenstern, Novembertag)

nebel_alte_heeresstr_braunetsrieth_6Jahrtausende alte Handelsstraße über den Böhmerwald („Behemer Walt“,  Blaeuw 1640), nur unter Karl IV. in seiner Regierungszeit zur „Verbotenen Straße“ erklärt.

„Die Nürnberger Kaufleute besaßen aber bereits zur Zeit Karls IV. „Wegefreiheit“. So kann man davon ausgehen, dass die politische Situation, die Sicherheitslage an den Straßen, die Geländebedingungen sowie der Straßenzustand je nach Jahreszeit entscheidend dafür ware3n, welche Trasse die Fuhrwerke und Kaufleute nahmen. Natürlich war Kaiser Karl IV. daran gelegen, dass die meisten Transporte auf der (sogenannten) Goldenen Straße über sein „neuböhmisches Territorium“ fuhren, tatsächlich verboten war die sogenannte „Verbotene Straße “ jedoch nie.“

Fotos: Peter Staniczek

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Uns alle Kinder fühlen eines Baumes

Allen ein frohes Weihnachtsfest!

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Vorfreude auf Weihnachten (J. Ringelnatz)

Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –
Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.

Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.

Foto: Peter Staniczek

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Nikolausabend

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Sonnenuntergang  Neuwirtshaus

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Fotos: Peter Staniczek

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November – Silhouette

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