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Archive für Juni 2010

Vulkan in der Stadt

basaltpflaster in augsburg
Basaltpflaster in Augsburg (Foto: Peter Staniczek)

Sommer in der Heimat - Espresso beim “Italiener”

Espresso beim Italiener
(”zucchero”, Repro: Peter Staniczek)

Muss ich sehen (Museen) - Oberpfälzer Gwand

Volles Haus bei der Ausstellungseröffnung, begeistertes Fachsimpeln unter dem weiblichen Publikum. Eine kleine, aber feine Ausstellung von Hochzeitskleidern und anderem feinen Gwand von den Stifterinnen bzw. Leihgebern Marianne Nerl, Elfriede Portner, Beate Stock (die auch auch für die Präsentation zeichnet) und aus dem eigenen Museumsfundus. Selbst der Bürgermeister zeigte sich angetan von soviel Weiblichkeit (mit und ohne Kopf).

Ausstellung “Oberpfälzer Gwand”

Elfriede Portner, Beate Stock, Marianne Nerl, Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (Foto: Gabi Eichl)

Einladung (in letzter Sekunde)

Mittwoch, 16. Juni 2010, 18.00 Uhr:

Oberpfälzer Gwand

Unersetzliches Flurdenkmal durch Ignoranz zerstört

Schon im vergangenen Winter wurde bei Waldarbeiten zwischen Vohenstrauß und Braunetsrieth ein Flurkreuz zerstört, das auf einen Unfall beim Bau der Vorgängertrasse der jetzigen B14 hinwies.
Das Unfallgeschehen wurde auf einer Inschrifttafel aus sog. Schwarzglas dargestellt, ein Unikat, das schon einmal beschädigt, wieder repariert und nun endgültig verloren gegangen ist - ein unersetzlicher Verlust.

Pauschen-Kreuz, Foto P. Staniczek, 1982
Pauschen-Kreuz, Inschrifttafel aus Schwarzglas, Foto P. Staniczek, 1982

Das Pauschen-Kreuz erinnert an das Unglück, dass dem Fuhrwerksbesitzer Pausch widerfuhr. Dieser arbeitete beim Ausbau der ersten Vorgängertrasse der jetzigen B 14 mit. Sein Sohn Karl kam dabei unter ein Wagenrad des väterlichen Wasserwagens.

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Pauschen-Kreuz, “Schule und Heimatpflege”, Foto P. Staniczek, 1982

Straßenkarte aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts
‘Straßenkarte aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts, farbig: Verlauf der Autobahn A 6 (Via Carolina)

Das Waldgebiet nördlich des Taucherhofs hat von alters her den Namen Gstaudach. Dieser Flurname hängt mit dem Begriff Staude (Buschwerk) zusammen. Das Waldstück wurde durch eine Straße geteilt, die Strass uf Lam (Lohma), welche von Vohenstrauß zur Renn Stras verlief und ein Stück östlich vom Taucherhof einmündete. Weil aber die Fuhrleute meistens Vohenstrauß nur passierten, und nicht durch den Markt selbst fuhren, wurde dem Pfleger im Jahr 1656 anbefohlen, an die Straß, die von Vohenstrauß vorbeigeht, eine Säule aufrichten zu lassen, damit sich die Fuhrleut keiner Unwissenheit zu entschuldigen haben. Hier wurde denn auch der fällige Zoll erhoben.
Parallel zu diesem Abstecher verlief ab 1901 über das Krapfenbergl die spätere Landstraße von Vohenstrauß über Lohma nach Waidhaus, zuletzt als mehrfach ausgebaute und begradigte Bundesstraße B 14.
Neuerdings verläuft zwischen den beiden älteren Trassen, teilweise diese überdeckend, die Bundesautobahn A 6, was natürlich gewaltige Eingriffe in die bestehende Kulturlandschaft notwendig machte.
Die Autobahnstrecke verläuft auf hoch aufgeschüttetem Damm über den ehemaligen Fränkls Weihr, der inzwischen zur Fränklsweiherwiese verlandet war. Die alte Renn Stras aber ging an dieser Stelle schon 1544 über den Weiherdamm des Franken zu Praunetsried.
Jetzt liegt die historische Altstraße an dieser Stelle gewissermaßen tief unten und wird in einem gewaltig dimensionierten Tunnel unter der neuen Autobahn durchgeleitet.
Einige Meter neben der Säule befindet sich der alte Michlbach-Durchlass. Das Bächlein fließt nach Süden durch das anschließende Landschaftsschutzgebiet Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald der Pfreimd zu.

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Pauschen-Kreuz, Standort am Waldrand des “Gstaudach” auf Braunetsriether Seite, Foto P. Staniczek, 1982

Pauschen-Kreuz, Schülerarbeit “Schule und Heimatpflege”, 1982/83, Repro: P. Staniczek
Pauschen-Kreuz, Schülerarbeit (Ausschnitt) “Schule und Heimatpflege”, 1982/83, Repro: P. Staniczek

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