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Archive für September 2009

Matthäi am Letzten

Flurkreuz in Albersrieth (Marktgemeinde Waldthurn)

Der Namenstag des heiligen Matthäus am 21. September (Tag- und Nachtgleiche) war früher der Herbstbeginn.
Etwa eine Woche nach Schulbeginn, verbunden mit leichten Niederschlägen beginnt erfahrungsgemäß die Steinpilz-Saison und auch das Obst erhält die nötige Süße, wunderschön als Bitte formuliert von Rainer Maria Rilke in seinem Gedicht Herbsttag:

      Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
      gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
      dränge sie zur Vollendung hin und jage
      die letzte Süße in den schweren Wein.

Bilderbuch-Steinpilze aus den Grenzwäldern bei Eslarn
(Fotos: Peter Staniczek)

Für “Kalten Baum” fünf nach zwölf? Fachliche Hilfe gesucht!

(oberpfalznetz.de von (fz), 13.06.2009, Netzcode: 1867187)

“Sagenumwobene Winterlinde stark geschädigt - Landschaftsgärtner gibt Autobahn die Schuld

kalterbaum_b.jpg

Vohenstrauß. (fz) Viele Mythen und Sagen ranken sich um den “Kalten Baum“. 367 Jahre trotzte das imposante Naturdenkmal Wind, Wetter und sonstigen Angriffen. Nun aber scheint es die riesige Winterlinde erwischt zu haben. Schädigt etwa die Autobahn den Baum?
Der Leuchtenberger OWV-Vorsitzende Michael Schwabl und sein Schwager Franz Wittmann, zugleich Besitzer des Baumes, sind jedenfalls dieser Meinung.

Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts prägt dieser Sagenbaum das Bild unserer Heimat.

kalterbaum_c.jpg

Ob der “Sagenbaum” allerdings das Bild unserer Heimat noch lange prägt, da hat der OWV-Vorsitzende von Leuchtenberg, Michael Schwabl, große Bedenken. Schwabl, der als Unternankauer nur einen Steinwurf vom Kalten Baum entfernt wohnt, weiß als Landschaftsgärtner, wovon er spricht. Er und sein Schwager Franz Wittmann, auf dessen Grund der Baum steht, stellen seit dem Frühjahr eine sehr starke Schädigung der Krone fest.
Der Baum ist inzwischen ganz licht und hat zudem auf der der Autobahn A 6 zugewandten Seite keine Blätter mehr. Diese Verkehrstrasse machen Schwabl und Wittmann für die Schädigung des Baumes verantwortlich.
Einmal sei es der hohe Bau der Magistrale, für die im Bereich des “Kalten Baumes” viele Meter aufgeschüttet wurden und zum anderen der hohe Einsatz von Streusalz in diesem Winter.
Schwabl sagt, dass der feine Salzstaub durch den hohen und schnell fließenden Verkehr aufgewirbelt und vom fast ständig wehenden Wind an die nur wenig Meter entfernte Krone der alten Linde getragen werde. Dort setze sich das Streumittel an den Knospen, Zweigen und Ästen fest und verätze diese so, dass kein Blattaustrieb erfolgen kann.

Diese Aussage wird dadurch bestätigt, dass der “kleine Kalte Baum”, ebenfalls eine Winterlinde und vor einigen Jahren 20 Meter davon entfernt als “Nachfolger” gepflanzt, fast schon abgestorben und vermutlich nicht mehr zu retten ist.
Ein weiteres Indiz ist, dass Walnuss- und alte Obstbäume auf Wittmanns Grund sowie die Baumreihe entlang der ehemaligen Bundesstraße 14 (Ulmen, Linden, Ahorn) auch stark in Mitleidenschaft gezogen sind. “Mein Schwager Franz Wittmann erwägt sogar Anzeige gegen die zuständigen Behörden”, sagt Schwabl.

Er machte bereits in seiner Funktion als Leuchtenberger OWV-Vorsitzender bei der Hauptversammlung der OWV-Zweigvereine in Georgenberg (wir berichteten) auf die Schädigung des Baums aufmerksam.

kalterbaum_a.jpg
(Fotos und Repro: Peter Staniczek)

Quelle: Oberpfalznetz

Stadtplanung mit Stil - Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen zu einem Rathaus in Vohenstrauß

Rathaus in Vohenstrauß vor 1908 (Abriss)
Rathaus in Vohenstrauß vor 1908 (Abriss)

“Die Stadt Vohenstrauß plant die Erbauung eines Rathauses und wandte sich zur Erlangung geeigneter Entwürfe an unseren Verein, der sich entschloß, einen Wettbewerb unter seinen Mitgliedern zu veranstalten. Der Wettbewerb war über Erwarten zahlreich beschickt und zwar liefen 52 Entwürfe ein.” (Volkskunst und Volkskunde, München 1908, S. 93)

Der Magistrat von Vohenstrauß betrieb die Wiedererhebung des Marktes zur Stadt und schrieb trotz knapper Geldmittel den Rathausbau über den Verein für Volkskunst und Volkskunde (heute Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e. V.) aus.

Ausschreibung in Heft  2, Jg. 6, 1908, S.24

100 Jahre Rathausbau: Ausschreibung 1908, Baubeginn 1909

    ausschr1908.jpg

Da wird jede Treppe zur anstrengenden Tortour

Fitness in der Bavaria-Klinik Freyung, Bayerischer Wald
Fitness in der Bavaria-Klinik Freyung, Bayerischer Wald

Die Gebührenerhöhung ist möglicherweise ein Mittel zur Gesundung von Post und Bahn. Mittel zur persönlichen Gesundheit sind andere. Training von Fitness und Ausdauer sind Mittel und Voraussetzung, um wieder an der Schönheit unserer Oberpfälzer Heimat teilhaben zu können, für mich sowohl Antrieb als auch lohnende Anstrengung.

Leuchtenberg in der Abenddämmerung
Leuchtenberg in der Abenddämmerung (Fotos: Staniczek)

“Wenn der Wind waht iwer d´Howerhaim …

dann wird´s Herbst,” sagt meine Frau jedes Jahr und obwohl sie Recht hat, ärgere ich mich ein wenig darüber, dass der Sommer schon wieder vorbei sein soll.

Lindau zwischen Eslarn und Schönsee
(P. Staniczek: “In der Lindau”, Übersetzung: “Wenn der Wind über die Halme (Stoppeln) des Hafers weht …”)

Dinner for One - nachträglich alles Gute zum 90. Geburtstag

Berta vom Bankerl wird 90
(Foto: Norbert Sachs vom Bankerl)

Leider konnte ich am 90. Geburtstag meiner sehr regen Mutter nicht teilnehmen, doch die “Bankerl-Gesellschaft” sorgte für ein kulinarisches Feuerwerk, Johannes und Markus für die passende Musik. Herzlichen Dank allen Freunden, Verwandten und Bekannten, die den 90. zu einem unvergesslichen Fest werden ließen. Nächstes Jahr hoffe ich wieder dabei sein zu können.

Woher bezieht “Der Mauermann” seine Vorbilder?

Galgenkatherl bei Windischeschenbach von Günther Mauermann

Der weit über die Grenzen der Region hinaus bekannte Bildhauer Günter Mauermann lebt seit 1956 in Weiden, wo er auch sein künstlerisches Domizil hat. Seit 1968 arbeitet er als freiberuflicher Bildhauer. Der vielfach ausgezeichnete Künstler prägte die Kunstlandschaft des süddeutschen Raumes mit zahlreichen Werken der Freiplastik.

Flechte
(Fotos: Peter Staniczek)

Einfach mal abschalten

Anti-WAA-Festval bei<br />
 Burglengenfeld

“Weil die Oberpfälzer in Wackersdorf keinen Atommüll wollten, veranstalteten sie 1986 das “Anti-WAAhnsinns”-Festival. 120.000 Zuschauer und die erste Liga deutscher Rockmusiker versammelten sich zu einem bis heute einzigartigen Protest-Event.”
Joachim Hentschel: Campino gegen die Kernschmelze

“Es ist schwieriger, eine vorgefaßte Meinung zu zertrümmern als ein Atom.”
Albert Einstein

Auf der Suche nach dem genetischen Zwilling

Die Glasarche im Waldmeer Europas

      “Grüngolden, smaragdgrün, eiszapfenblau - bei jedem Schritt um die Arche zeigt das gläserne Schiff neue Facetten, so vielfältig, dynamisch wie die Natur und die Landschaften des Bayerisch-Böhmischen Waldgebirges mit ihren Menschen. Ein Schiff geht auf die Reise, bricht auf zu neuen Ufern, neuen Erfahrungen. Die Arche knüpft Verbindungen zwischen Altem und Neuem, Vertrautem und Unbekannten.”
      Karl Friedrich Sinner, Leiter der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

      “Mein Bild der GlasArche ist ein Bild eines Schiffes, das beladen wird. Ein Schiff gefüllt mit den Gefühlen von Menschen, die für eine Zeit mitreisen. Sehnsucht, Neugierde, Hoffnung, Wiedersehen, Innehalten, Neubeginn, Fernweh, Flucht, Anspannung, Kennen lernen einer neuen Welt und neuer Menschen.”
      Ronald Fischer, Glaskünstler

      “glasarche
      die eisige brandung
      lässt die hoffnung sinken
      doch ein smaragdenes licht
      führt uns schaukelnd durch die nacht”
      Joseph Berlinger, Theaterregisseur

“Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ist mit über 1.947.000 registrierten Spendern die weltweit größte Stammzellspenderdatei. In den letzten 18 Jahren hat sie über 18.000 Stammzelltransplantationen ermöglicht. Für viele Menschen (Leukämie und Plasmozytom) bietet die Stammzelltransplantation die einzige Chance auf Heilung - vorausgesetzt, sie finden einen passenden Spender. Da die Wahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung innerhalb der Familie bei maximal 30 Prozent liegt, ist man in den meisten Fällen auf einen Fremdspender angewiesen. Inzwischen kann für rund 80 Prozent der Betroffenen ein passender Spender gefunden werden. Ein großer Erfolg, doch noch immer wartet jeder fünfte Patient vergeblich.
Da Spender und Empfänger nahezu genetische Zwillinge sein müssen, gleicht die Suche der berüchtigten Nadel im Heuhaufen. Obwohl die Knochenmarkspendedateien international untereinander vernetzt sind, kann heute für jeden fünften Patienten immer noch kein passender Spender gefunden werden. Dabei funktioniert die Aufnahme in die Datei mittlerweile von zu Hause aus mit einem Abstrich der Wangenschleimhaut. Die Entnahme von Knochenmark erfolgt aus dem Beckenkamm.” (DKMS)

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… nicht nur Stammzellen sind notwendig für die Transplantation!
(Fotos: Peter Staniczek)

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