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Archive für Dezember 2008

Danke Lorenz,

für dein überraschendes Weihnachtsgeschenk. Der Roman “Schnee, der auf Zedern fällt” ist grandios und unbedingt lesenswert. Dazu fällt mir ein Zitat von Franz Kafka ein:
„Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? … ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. (Franz Kafka an Oskar Pollak, 1904)

Viele Grüße aus der Reha

Das ist die Tragik des Lebens

ringelnatz.jpg

Zum 125. Geburtstag von Joachim Ringelnatz das konmplette Gedicht von “dem Briefmark”:

Ein männlicher Briefmark erlebte
Was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt.
Da war die Liebe in ihm erweckt.

Er wollte sie wiederküssen,
Da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens!

Deutsche Sprache - schwere Sprache

grammatik.jpg
(Foto: Peter Staniczek)

“Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch.” Dieser Satz soll, so eine Forderung der CDU seit dem jüngsten Parteitag, im Grundgesetz verankert werden.
Ändert das etwas, wenn die Bundesrepublik spricht? Den obigen Text hat nicht die Bundesrepublik gesprochen, jedenfalls ist der Urheber nicht angegeben. Die Amtssprache in Deutschland ist ohnehin Deutsch, auch ohne Grundgesetz. Aber vielleicht braucht´s in den Ämtern hier und da etwas Nachhilfe im Satzbau.

“Edles Rotwild”

“… Schmeckt vielen nur, gut abgehangen,
Mit Rotkraut, Preiselbeer und Bier …”

(Ingo Baumgartner, *1944, in Oberndorf an der Salzach)

Rotwild in der Dämmerung, Pfrentschweiher

Rotwild in der Dämmerung bei der Äsung im Pfrentschweiher (Landkreis Neustadt an der Waldnaab; Foto: P. Staniczek)

Mit freundlicher Zustimmung des Autors darf ich Ihnen das komplette Gedicht vorstellen:

Edles Rotwild

Der Hirsch, bekannt durch Knochenstangen
Als oft verzweigte Schädelzier,
Schmeckt vielen nur, gut abgehangen,
Mit Rotkraut, Preiselbeer und Bier.

Drum hält man Hirsche meist im Gatter,
Man spart sich Pirsch und muss nicht fort.
Dem Ausruf, achtzehn Enden hat er,
Folgt Äserschmuck und Abtransport.

Am Stammtisch wird Latein gesprochen,
Man feiert Jägerlist und Weid.
Für Rotwild, welches abgestochen,
Benötigt man besond’ren Schneid.

Ingo Baumgartner

Frohe Weihnachten 2008

weihnacht08.jpg

Frohe Weihnachten

allen unseren Freunden
verbunden mit herzlichem Dank
für Hilfe und Unterstützung

wünschen Peter und Elisabeth Staniczek

Hecken fürs Rebhuhn (Ellenbach, Markt Floß)?

rebhuhn2_ellenbach.jpg

“Nach Auffassung des NABU kann die fortschreitende Verarmung der Kulturlandschaft nur gestoppt werden, wenn europäische Agrarförderungen konsequenter und wirksamer mit ökologischen Standards verknüpft werden. „In Zukunft sollten nur noch diejenigen Landwirte Subventionen erhalten, die konkrete ökologische Leistungen erbringen“, betonte Miller. Hierzu gehöre der Verzicht auf Grünlandumbruch sowie die Bereitstellung von zehn Prozent ökologischer Vorrangflächen wie Hecken oder Buntbrachen.” (Quelle: Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU)

Im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald wurden im Jahr 2007 abgeschlossene Landschaftspflegemaßnahmen in Höhe von rund 190.000.— Euro bezuschusst.
“Dazu zählen die Anlage von Biotopen sowie die Sicherung von wertvollen ökologischen Bereichen; ebenso die Anpflanzung landschaftsprägender Feldgehölze, Hecken, Baumgruppen und Einzelbäumen.
Größere Posten entfallen auf die Projektgebiete um Eslarn und Tännesberg (Kainzbachtal sowie Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn). Daneben profitieren Feucht- und Magerwiesen im Tal von Luhe, Haidenaab, Schweinenaab und Zottbach sowie im Pfreimdtal mit anschließenden Feuchtlebensraumkomplexen. Im Eschenbacher Weihergebiet konnte der Lebensraum für die Rohrdommel verbessert werden. Diese bedrohte Vogelart ist auf ausgedehnte Röhricht- oder Schilfzonen angewiesen.
Nasswiesen im Bereich der Stadt Weiden i.d. OPf. genossen ebenso den breiten Wirkungskreis des Naturparkes. Der Dank von Weißstorch und Sumpfschrecke lässt sich hören.
Damit erhält und belebt der Naturpark typische Oberpfälzer Landschaftsformen. Weiterhin sorgt er dafür, dass die Täler nicht verbuschen oder z.B. Wiesenbrachen wieder genutzt werden.
Die hier koordinierten und durchgeführten Pflegearbeiten wurden an ortsansässige Landwirte vermittelt, welche von Frau Dipl. Biologin Mathilde Müllner Anleitung und fachliche Begleitung erfuhren. Aufgrund dieser Vielseitigkeit liegt die Stärke des Naturparks vor allem dort, wo amtliche Kompetenz und Regelung ihre Grenzen haben. Das macht ihn zum zuverlässigen Partner von Kommunen, Behörden sowie privaten Grundstücksbesitzern.” (Quelle: Landratsamt Neustadt an der Waldnaab)

Unten ein Ausschnitt von obiger Winterlandschaft - Rebhühner auf Futtersuche (Fotos P. Staniczek).

rebhuhn1.jpg

“… wie treu sind deine Blätter”

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Nach dem Motto “Grün in die Stadt” - Plastik grünt immer! (Foto: P. Staniczek)

“auffa” und “herum”

stueckberg_buch

Dieser Eintrag ins Gipfelbuch des Stückberg-Aussichtsturms bei Eslarn (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) dürfte wohl von einem Besucher aus dem Schönseer Land getätigt worden sein, ein Eslarner hätte den Mundartausdruck “affa” benutzt.
(Übersetzung: “Herauf heißt das! Und jetzt sind wir heroben.” - “Affe” bedeutet übrigens “hinauf”.)

Windkraft im Naturparkland - eine Notiz

Naturwaldreservat auf dem Stückberg 2007

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gefunden im “Gipfelbuch” auf dem Aussichtsturm (32 m) des Stückbergs (808 m) bei Eslarn (Fotos: P. Staniczek)

Vohenstraußer im 1. Weltkrieg

Truppenübungsplatz Grafenwöhr
Foto: Truppenübungsplatz Grafenwöhr; H. Spahn, Photogr. Kunstanstalt Grafenwöhr, um 1913/14; Archiv P. Staniczek.

Vohenstrauß. Karl Ochantel, Mitglied des Heimatkundlichen Arbeitskreises Vohenstrauß, hat im Heimatmuseum der Stadt Vohenstrauß eine Sonderausstellung zusammengestellt.
Unter dem Titel
Mit Gott für König und Vaterland –
Vohenstraußer im Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918

ist ein breites Spektrum abgedeckt, das u. a. Kriegsschauplätze, Sterbebilder, Feldpostbriefe, Bajonette, Pickelhaube, Orden und Granatsplitter von Verdun zeigt. Kaum zu glauben, aber es gibt sogar Informationen über Einsätze von Vohenstraußer Soldaten zwischen Daressalam und Kilimandscharo.
Die Ausstellung ist bis auf weiteres
von Dienstag bis Freitag, 15:00 - 17:00 Uhr
und sonntags von 10:00 - 12:00 Uhr geöffnet.

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