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Archive für Oktober 2009
Wer Schmetterlinge lachen hört …
27.10.2009 von peter.staniczek.
Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken riechen.
Novalis (* 02.05.1772 - † 25.03.1801)
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Kann man auf einer Bierwanderung verdursten?
27.10.2009 von peter.staniczek.
Diese provozierende Frage stellt Jürgen Groß im Reiseteil der Süddeutschen Zeitung vom 20. August 2009.
Er hatte auf das Angebot des Tourismuszentrums Oberpfälzer Wald reagiert: “Wanderge(h)nuss vom Feinsten gibt’s auf der Bierwanderung. Die 92 km lange Rundwanderung durch die malerische Landschaft des Oberpfälzer Waldes führt vorbei an traditionellen Brauereien, uralten Burgen und natürlich an gemütlichen Biergärten. Aufgeteilt in 6 Etappen erlebt der Wanderer jeden Tag eine neue Besonderheit.”

Bierkrug “Die Heimat” (Privatbesitz, aber wie geschaffen für den bierernsten Herrn Berlinger)
Die Wanderstimmung wollte sich aber von Anfang an nicht recht einstellen und so brach er die Bierwanderung nach einigen Enttäuschungen vorzeitig ab.
Gründe dafür: schlechte Streckenführung (entlang befahrener Straßen, durch Industriegebiete), geschlossene Gasthäuser (heute Ruhetag) vor allem um die Mittagszeit, unzuverlässige Markierungen, schlechte Busverbindungen, mangelhafter Gepäcktransfer und die Erkenntnis: “Auf dem Oberpfälzer Wanderweg des Biers ist es schwierig, ein solches zu bekommen.”
Das kam mir in Teilen durchaus bekannt vor, hatte doch erst kürzlich bei schönstem Herbstwetter im Biergarten von Marienthal am Regen eine sichtlich überforderte Bedienung uns die Speisekarte gar nicht erst angeboten mit den Worten: “Ihr wöllts ja eh nix essn!”
Dazu passt ein - wohl humorvoll gemeinter - Hinweis auf Oberpfälzer Gastlichkeit in nämlichem Gasthof:
- Was git´s heint z´essen?
Erstens hoißt´s niat,
wos git´s heint,
sondern: git´s heint wos?
und zwoatens git´s heint nix!
Im nördlichen Oberpfälzer Wald klingt es ebenso rau, aber herzlicher - liegt es am Zoigl, am “hochdeutsch” oder am Norbert Neugirg?
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Glück und Glas - Rubinhochzeit und Rubinglas
27.10.2009 von peter.staniczek.

(Foto: P. Staniczek)
Rubinglas, Überfang, aus der ehemaligen Vohenstraußer Gashütte Füger & Taube
- Um den vollen Wert des Glücks
zu erfahren, brauchen wir jemanden,
um es mit ihm zu teilen.
Mark Twain
Elisabeth, ich danke dir für 40 Jahre Ehe, deine Liebe, Rücksichtnahme, Geduld, Nachsicht, Sorge, Kraft, Zärtlichkeit, dein Verständnis, deinen Realismus und deine Träume, dein Durchhaltevermögen und deine Beharrlichkeit.
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Des Winters Näh’ verrät ein Flockenpaar
27.10.2009 von peter.staniczek.

Wasserreservoir Vohenstrauß, erster Schnee im Oktober 2009 (Foto: P. Staniczek)
- Der erste Schnee
Herbstsonnenschein. Des Winters Näh’
Verrät ein Flockenpaar;
Es gleicht das erste Flöckchen Schnee
Dem ersten weißen Haar.
Noch wird - wie wohl von lieber Hand
Der erste Schnee dem Haupt -
So auch der erste Schnee dem Land
Vom Sonnenstrahl geraubt.
Doch habet acht! mit einem Mal
Ist Haupt und Erde weiß,
Und Liebeshand und Sonnenstrahl
Sich nicht zu helfen weiß.
Theodor Fontane
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Wetten dass Pflanzkübel …
27.10.2009 von peter.staniczek.

Kriegerdenkmal von 1935, Entwurf von Otto Dörfler

‘Kriegerdenkmal 1870/71, Rotsandsteinsäule mit Adler’ (Fotos: Peter Staniczek)
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Rainer Brüderle wird Bundeswirtschaftsminister - Gratulation
26.10.2009 von peter.staniczek.
Vor 45 Jahren in Frankfurt, anlässlich einer Exkursion auf dem Weg zum Goethehaus - Jubel nach erfolgreicher Suche? 1966 haben wir in Landau in der Pfalz gemeinsam Abitur gemacht.
Eines der Deutschthemen: “Das deutsche Volk neigt dazu, das Gefühl für die Realitäten zu verlieren. Unser Volk, das in der Not die bewundernswertesten Tugenden entwickelte, soll auch die Zeiten des Glückes ertragen können.” Zu diesen Worten eines Politikers sollten wir Stellung nehmen. Das möchte ich auch heute noch nicht tun und wenn doch, fiele die Stellungnahme sehr kurz aus. “Freiheit und Maß sind Zeichen des Menschlichen. Nimm eines davon weg, Freiheit oder Maß, und es beginnt das Menschenunwürdige.” Darüber kann man diskutieren. Nach wie vor stark Thema eins:
- “´Mag auch das Auge des Nachtvogels die Sonne nicht sehen´, sagt Thomas von Aquin, ´es schaut sie dennoch das Auge des Adlers.´”
Ob Nachtvogel oder Adler, einen scharfen Blick für das Wesentliche, für Freiheit und Maß, wünscht dir dein ehemaliger Klassenkamerad Stani
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Soll denn des a Kirwa sa?
19.10.2009 von peter.staniczek.
-
O Kirwa lou niat nou,
mir hom a nu a Fimferl dou.
O Kirwa lou niat nou,
bleib nu a bisserl dou!
+++
Drei Doch, drei Doch gemma nimma ham,
gemma nimma ham,
bis mei Mutter Köichla bacht
und da Voda nouche tracht.
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Spurensuche
15.10.2009 von peter.staniczek.
Anlässlich meiner Krebstherapie war ich im Juli (sehr kurzes Haar) zu einer Anschlussbehandlung nach allogener Stammzellen-Transplantation auch in der Klinik Bavaria Freyung/Bayerischer Wald untergebracht. Fast täglich bewegte ich mich im Freien, um vom Rollstuhl über den Rollator und andere Hilfsmittel (die beste aller Ehefrauen) wieder zum normalen Gehen zu gelangen. Beim Besuch des Freilichtmuseums Finsterau (sehr lohnenswert) stieß ich in der Holz-Kapelle auf die Spur eines alten Freundes, Kollegen und Weggefährten, der 1998 bei einem tragischen Autounfall auf dem Schulweg zwischen seinem Wohnort Passau und dem Schulort Grafenau mit weiteren Kollegen ums Leben kam: Peter Dellefant.
- Friedrich Hölderlin - Rückkehr in die Heimat
…
Lebt wohl dann, Jugendtage, du Rosenpfad
Der Lieb, und all ihr Pfade des Wanderers,
Lebt wohl! und nimm und segne du mein
Leben, o Himmel der Heimat, wieder!
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Trinkwasser und Qualität - wie reimt sich das zusamm´?
12.10.2009 von peter.staniczek.
Der neue Tag, 28.09.09:
Ohne Abkochanordnungen und Chlorung ist die Wasserversorgung seit einigen Monaten nicht mehr aufrechtzuerhalten. Wasser ist vorhanden, es fehlt nur an der Qualität.
Genau nehmen es Gesundheitsamt und Wasserwirtschaftsamt, wenn es um Nitratwerte oder bakteriologische Dinge geht. Ein Problem stelle der nur 42 Meter tiefe Tiefbrunnen dar. Wegen der geringen Überdeckung durch Erdreich fehle es auch an der Filterwirkung. Folglich müsste das Schutzgebiet für den Brunnen beträchtlich erweitert werden, was Unsummen kosten würde. (Anmerkung: Was ist mit den Verursachern?)
-
Eine Reduzierung erhöhter Nitratkonzentrationen im Grund- und Oberflächenwasser kann am effektivsten durch Verminderung der Einträge erreicht werden. Da die landwirtschaftliche Nutzung gegenwärtig der größte Verursacher nachgewiesener Belastungen ist, können Minderungsmaßnahmen zum Abbau von Nitratüberschüssen entsprechend den Vorgaben der EG - Nitratrichtlinie und deren konsequente Umsetzung hier einen wesentlichen Beitrag leisten. (Umweltbundesamt 2009)
A. stellte den Zuhörern die vom Ingenieurbüro erarbeiteten Varianten zur Lösung vor. Variante A sieht die Sanierung und den Ausbau der Quellen und des Tiefbrunnens vor. Dafür ist mit Kosten von 1,7 Millionen Euro zu rechnen.
Eine Reduzierung der eigenen Wassergewinnung und parallel dazu einen Fremdwasserbezug von der Steinwaldgruppe sieht die Variante B mit Kosten von 1,4 Millionen Euro vor.
Alternative C ist eine Mischung aus A und B mit Teilreduzierung der Eigenwasserversorgung, kombiniert mit reduziertem Fremdenwasserbezug. Dies würde rund 1,5 Millionen Euro kosten.
Der Bürgermeister hatte eine Lösung parat. “Was wir brauchen, ist unbelastetes Steinwaldwasser zum Mischen mit unserem eigenen belasteten Wasser, um die gesetzlich vorgeschriebenen Werte zu erreichen.”
In drei Testabstimmungen sprach sich die Hälfte der Anwesenden für Variante B (Reduzierung der eigenen Wasserversorgung und Fremdwasserbezug) aus. (gekürzte Wiedergabe, Staniczek)
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