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Archive für Juni 2008
Bestimmungen für “Zillertal”-Bauherren (Pleystein)
27.6.2008 von peter.staniczek.
Der neue Tag (20.06.2008):
“Einheimische Gehölze
Von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Neustadt lag die Stellungnahme zum Entwurf der Bebauungsplansatzung für das Baugebiet „Zillertal“ vor. Darin wird unter anderem gefordert, dass die Einfriedungen sockellos zu gestalten sowie einheimische Gehölze und Sträucher zu verwenden sind. Außerdem sind die Garagenzufahrten wasserdurchlässig anzulegen.
Mit solchen Verpflichtungserklärungen konnten sich einige Räte nicht anfreunden mit der Begründung, dass man die Entscheidungsfreiheit der Bauherren bezüglich der Bepflanzung ihrer Anwesen nicht bis ins Detail reglementieren sollte.
Nach reger Aussprache stimmten sieben Ratsmitglieder für die verpflichtende Regelung in besagtem Satzungswerk, fünf waren dagegen.” (tu)
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Grenzsteinfund bei Erdarbeiten im Burghof von Burgtreswitz
9.6.2008 von peter.staniczek.
Bei Erdarbeiten zur Trockenlegung der Fundamente im Burghof des ehemaligen Pflegschlosses von Burgtreswitz fand sich ein vermutlicher Grenzstein mit interessanten, rätselhaften Inschriften: Auf der Vorderseite befindet sich ein erhaben heraus gehauenes Rautenwappen (zum Pflegamt Burgtreswitz gehörig), oberhalb davon die Buchstaben “M EB”, auf der Rückseite lassen sich die Zahlen “… 526″ erkennen, möglicherweise die Jahreszahl 1526 oder auch nur die Zahl 526. Die Zahl 5 ist undeutlich, kann auch 6 sein, die 2 ist geschrieben wie ein “Z”. Der Kopf des Steins enthält ein Kreuz, was auf einen Grenzstein schließen lässt, das möglicherweise auch erst später angebracht wurde.
Wer kann helfen:
- Was bedeutet die Buchstabenfolge “MEB”?
- Hat die Jahreszahl 1526 möglicherweise Bezug auf eine Grenzziehung, oder ist die Zahl 526 eine Nummerierung von Grenzsteinen? Allerdings ist momentan kein zweiter Stein dieser Art bekannt.
- Wo war der Standort des Denkmals und warum wurde er später in den Burghof verbracht und dort vergraben?
Nachtrag:
Herr Peter Garreiss, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Burgtreswitz und unnachgiebiger Heimatforscher, ist wohl fündig geworden (Der neue Tag vom 23.10.2009):
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Denkmalschützer am Vohenstraußer Pranger (Der neue Tag, 03.05.2008)
8.6.2008 von peter.staniczek.
“sa/rt: …Strohpuppe
Witzig fiel dagegen ein anderer Streich aus: Auf einmal steht ein „Denkmalschützer“ am „Vohenstraußer Pranger“. Sicherlich keine Jugendlichen waren es, die die Strohpuppe samt Schild direkt an der Bautafel für das neue Volksbankgebäude platzierten. Dieser Freinachtscherz spielt auf die öffentliche Auseinandersetzung im vergangenen Jahr um das denkmalgeschützte, inzwischen längst abgerissene, Gehret-Anwesen direkt gegenüber dem „Pranger“ an.” (Der neue Tag, 03.05.2008, sa/rt, Walpernacht)
Der Pranger in Form des Schandpfahls mit Halseisen, der Läster- oder Lasterstein (s.a. Letzau) u.ä. Formen wurden benutzt, um Straftäter in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die öffentliche Schande (Ehrenstrafe), welche der Verurteilte zu erdulden hatte und die Schmähungen der Passanten, denen der Bestrafte ausgesetzt war, erschwerte meist das gewohnte Weiterleben in der Gemeinschaft. Die verurteilte Person „ging der bürgerlichen Ehrenrechte (soweit vorhanden) verlustig. Es war ihr nicht mehr möglich, am normalen gesellschaftlichen Leben innerhalb der Stadt teilzunehmen, denn von Seiten der Bürger war man bestrebt, sich möglichst selten im Verkehr mit einer Person sehen zu lassen, deren Leumund ruiniert war (Quelle: Wikipedia)“.
Im Bayerischen Wörterbuch von Johann Andreas Schmeller (Sonderausgabe Oldenbourg-Verlag 1985,Band 1/1 - Spalte 469-470) wird der Pranger als Schandpfahl definiert: “Allen den tag lag er (der Übertreter) gefangen und des morgens satzt man in in einen pranger” (codex germanicus monacensis 54, f. 58a).
Der Denkmalschützer als Übeltäter am Schandpfahl - wirklich originell!
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Da lob‘ ich mir ein Stück Musik von Hand gemacht (Reinhard May)
8.6.2008 von peter.staniczek.

Auflösung des obigen Rätselbildes: ein Detail der originalen (diatonischen) Knopfharmonie des in unserer Region legendären Janda-Sepperl, die als Leihgabe vom Bezirk Oberpfalz (Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen) einige Zeit im Stadtmuseum Vohenstrauß ausgestellt war.
“Josef Janda, genannt Janda Sepperl, war der letzte Wandermusikant in der Oberpfalz. Er wurde am 11. August 1898 in Hiltmannsberg bei Hersbruck geboren. Seine Eltern stammten aus Neu-Losimthal im Egerland (Anm.: unweit von Georgenberg auf böhmischer Seite), hielten sich zur Erntezeit 1898 als Hopfenzupfer-Wanderarbeiter in Hiltmannsberg auf, zogen dann ins Rheinland und kehrten später wieder nach Neu-Losimthal zurück. Nach der Vertreibung lebte Janda zuerst in Holzhammer bei Wernberg, ab 1948 in Schnaittenbach und ab 1957 in Floß, wo er am 3. Februar 1975 starb.” (Quelle: Dr. Erich Sepp, Namensgleichheit bei Komponisten, in: Volksmusik in Bayern, Mitteilungsblatt des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e. V., Heft 1/2008, S. 10).
Die respektvolle Betrachtung des authentischen Instruments erinnerte ich mich an einen Liedtext von Reinhard Mey, dem ich für die Möglichkeit der auszugsweisen Wiedergabe herzlich danke :
“… Bis zum Tag, an dem man mich wegrationalisiert,
Oder als nicht programmierbar einfach aussortiert,
Wenn der große Rechner kommt und alles überwacht,
Meine Vorlieben und Macken voll erfaßbar macht,
Auch wenn ich schon ganz und gar maschinenlesbar bin
Mit ‘nem Balkencode am Schniedel und ‘ner Prüfziffer am Kinn.
Da lob‘ ich mir ein Stück Musik von Hand gemacht,
Noch von einem richt‘gen Menschen mit dem Kopf erdacht,
‘ne Gitarre, die nur so wie ‘ne Gitarre klingt,
Und ‘ne Stimme, die sich anhört, als ob da jemand singt.
Halt ein Stück Musik aus Fleisch und Blut,
Meinetwegen auch mal mit ‘nem kleinen Fehler, das tut gut,
Das geht los und funktioniert immer und überall,
Auch am Ende der Welt, bei Nacht und Stromausfall!”
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