„Biogas sorgt für Zündstoff“

So lautet eine Überschrift im Neuen Tag vom 14. März 2007. Ein Investor hat Antrag auf Erstellung einer Biogasanlage südwestlich der Straßenmeisterei gestellt. Der zweite Bürgermeister Andreas Wutzlhofer wies mit Recht darauf hin, dass auch „die zur Bestückung der Anlage erforderlichen Großmengen an Mais nicht außer Acht gelassen werden“ dürfen. Er sprach in diesem Zusammenhang von „der neuen Industrie“.

„CSU-Kreistagsfraktion steht Ein-Megawatt-Biogasanlage in Vohenstrauß sehr aufgeschlossen gegenüber“ (Der neue Tag, 15. März 2007 ). Unter anderem könnten „die Schulen, die Schwimmhalle, das Krankenhaus und verschiedene weitere Gebäude“ mit Wärme versorgt werden. Das klingt auch im Hinblick auf das vereinbarte Ziel des europäischen Energiegipfels vernünftig.

Mit der Versorgung der Anlage mit Feldfrüchten werde den Landwirten ein zusätzliches Produktionsstandbein als Energiewirte angeboten. Etwa 3000 Anlagen mit je 500 Kilowatt sollen momentan in der Bundesrepublik in Betrieb sein. Eher dezentrale Anlagen, die dort gebaut wurden, wo Gülle und Rohstoffe bisher schon anfielen. Kritiker von Großanlagen weisen darauf hin, dass diese eine industrielle Massentierhaltung voraussetzten, um Gülle zu gewinnen, dass sich der Maisanbau mit allen seinen Nachteilen (Erosion, Herbizideinsatz, Artenschwund) verdoppeln und damit sich auch das Landschaftsbild verändern werde, außerdem werde der Anbau von anlagenkompatiblem Genmais forciert.

In Mecklenburg-Vorpommern entsteht übrigens zur Zeit mit einer Gesamtleistung von 20 MW das weltgrößte Biomassekraftwerk, das im Sommer 2007 in Betrieb gehen soll.

Weiterführende Links: 

http://www.verivox.de/News/ArticleDetails.asp?aid=16437  

 http://nawaro.de/de/service/aktuelles/ 

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