„Edles Rotwild“

„… Schmeckt vielen nur, gut abgehangen,
Mit Rotkraut, Preiselbeer und Bier …“

(Ingo Baumgartner, *1944, in Oberndorf an der Salzach)

Rotwild in der Dämmerung, Pfrentschweiher

Rotwild in der Dämmerung bei der Äsung im Pfrentschweiher (Landkreis Neustadt an der Waldnaab; Foto: P. Staniczek)

Mit freundlicher Zustimmung des Autors darf ich Ihnen das komplette Gedicht vorstellen:

Edles Rotwild

Der Hirsch, bekannt durch Knochenstangen
Als oft verzweigte Schädelzier,
Schmeckt vielen nur, gut abgehangen,
Mit Rotkraut, Preiselbeer und Bier.

Drum hält man Hirsche meist im Gatter,
Man spart sich Pirsch und muss nicht fort.
Dem Ausruf, achtzehn Enden hat er,
Folgt Äserschmuck und Abtransport.

Am Stammtisch wird Latein gesprochen,
Man feiert Jägerlist und Weid.
Für Rotwild, welches abgestochen,
Benötigt man besond’ren Schneid.

Ingo Baumgartner

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