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Archiv der Kategorie Literatur
Oberpfälzer Sagengestalten - Ausstellung und Vortrag
12.4.2010 von peter.staniczek.

Der rothaarige Hirt - Papierschnitt - 42,0 x 29,7 cm - Klaus Bäuml, 1994 (Repro: Peter Staniczek)
Wir eröffnen das Schönwerth-Jubiläums-Jahr (Franz X. von Schönwerth, 1810 – 1886) am Mittwoch, dem 14. April 2010, um 19.00 Uhr im Heimatmuseum der Stadt Vohenstrauß mit einer Ausstellungseröffnung. Gezeigt werden Bilder zu
Oberpfälzer Sagengestalten (Klaus Bäuml, Vohenstrauß). Nach einer kurzen Einführung zu Leben, Werk und Bedeutung des Volkskundlers Franz Xaver von Schönwerth folgt ein Vortrag zum Thema Holzfräulein, Hulzfral, Holzweibl (Vortrag Klaus Ibel, Vohenstrauß):
-
„Holzfräulein gehören zu den Waldgeistern, weil sie sich im dichten Wald aufhalten. Sie sind ganz klein, haben auf dem Ofen, auf einem Baumstock Platz und gelten als arme Seelen…“
Zu unserer ersten Ausstellung sowie zu unserem ersten Vortrag in dieser Saison laden wir Sie, Ihre Angehörigen, Freunde und Bekannten herzlich in unser Heimatmuseum in Vohenstrauß ein und versprechen einen interessanten und kurzweiligen Abend (ca. 1 h, anschließend Gelegenheit mit Klaus Bäuml bei einem Glas Wein die Bilder der Ausstellung zu erschließen).
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“Ich bin jeden Tag in der Früh positiv überrascht, dass ich am Leben bin
29.3.2010 von peter.staniczek.
und dass ich keine großen Schmerzen habe - dass ich jetzt schon 70 Jahre Zeuge der Entwicklung bin und mich an dieser Entwicklung als Schriftsteller aktiv beteiligen kann. Darüber hinaus habe ich keine großen Wünsche.”
(Gespräch mit Pavel Kohout in: Oberpfälzer Nachrichten vom 6. Juli 1999, Jürgen Herda)

10 Jahre sind´s: “Der Heimatpfleger führte durch die Friedrichsburg ”
(Pavel Kohout im Schloss Friedrichsburg , Vohenstrauß, Aktuelle Oberpfälzer Rundschau 24.06.1999, Foto: Jürgen Herda)
Interview Kohout - Herda, letzte Frage:
Herda: Sie haben gesagt. Sie kommen alle 14 Jahre nach Weiden. Könnte man das eventuell abkürzen? Sie könnten beispielsweise im provisorischen Theater auf der Friedrichsburg, die wir gestern besuchten, eines ihrer Stücke inszenieren.
Kohout: Nein, inszenieren werde ich sicher nicht mehr, das ist für mich bereits eine Zeitvergeudung. Aber das wäre natürlich eine schöne Vorstellung, dort irgendetwas zu machen. Wenn es geht, folge ich den Einladungen, die ich bekomme, wenn es nicht geht, dann entschuldige ich mich, weil ich auch kein Sklave meiner Arbeit bin.
Anm.: Pavel Kohout (* 20. Juli 1928 in Prag) ist ein tschechisch-österreichischer Schriftsteller und Politiker, Mitverfasser und Unterzeichner der Charta 77, lebt in Prag und Wien.
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“Oi Reiser macht koin Besen!” (Franz X. von Schönwerth)
15.3.2010 von peter.staniczek.
Alles über Franz Xaver von Schönwerth finden Sie auf der abgebildeten Seite im Internet.
Um den Veranstaltungskalender zu ergänzen, bitte ich um Mitteilung der schon fest terminierten bzw. geplanten Veranstaltungen im Landkreis Neustadt an der Waldnaab an
-
peter.staniczek(at)t-online.de
oder direkt an
a.e.eichenseer(at)t-online.de
Ersetzen Sie (at) durch @.
Damit ein Besen draus wird.
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“Gratisseidl fir Frankenbeitl”
13.3.2010 von peter.staniczek.
Der Bürgermeister von Neustadt an der Waldnaab hatte vor kurzem eine originelle Vermarktungsidee. Unter der Überschrift “Freibier für Franken” lesen wir in “Der neue Tag” vom 11.03.2010: “Er will den Bockl(rad)weg und andere Freizeitrouten vor allem Radlern aus dem Fränkischen schmackhaft machen. Die Idee: Jeder, der sich in der neuen Saison als Tourist aus Mittel-, Ober- oder Unterfranken ausweisen kann, erhält am “Radlpoint” am Nachtmann-Gelände ein Freigetränk.”
In bester “Neihauser-Feierwehr-Kapelln”-Manier schuf Stadtrat Joe Arnold spontan den entsprechende Oberpfälzer Werbeslogan: “Gratisseidl fir Frankenbeitl” (Freibier für Franken).
Professor Dr. Ludwig Zehetner (Honorarprofessor für bairische Dialektologie an der Universität Regensburg), der erst kürzlich in Weiden aus seinen vergnüglichen Büchern las, würde wohl von “wunderbarer nordbairischer Poesie” sprechen.
Und den Franken gefällt es sicher auch, siehe Veitshöchheimer Fastnacht. Darauf ein
Jeder Band von “Basst scho!” bietet Erläuterungen zu Bedeutung und Herkunft von Wörtern und Formen des Bairischen. Dem Autor gelingt dabei die Gratwanderung zwischen wissenschaftlicher Korrektheit und lockerem Plauderton. Dr. Ludwig Zehetner ist übrigens auch Mitbegründer und Ehrenvorsitzender der AFO (Arbeitskreis für Flur- und Kleindenkmalforschung
in der Oberpfalz e. V.).
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Das Glied des Jägers
9.1.2010 von peter.staniczek.
“Was ich so denk”, heißt eine Kolumne des Kommandanten der Altneuhauser Feierwehrkapell´n, Norbert Neugirg, in der lokalen Tageszeitung ´Der neue Tag´.

Norbert Neugirg und die Hallertauer Hopfenköniginnen am 19. April 2007 im Schlafferhof (Foto: Peter Staniczek)
Zum Thema “Die Rehlein-Infanterie” (10.01.2010) fiel ihm folgender Satz ein:
“Da nun aber Bäume inklusive Knospen, Triebe, Rinden usw. für den Menschen fresstechnisch erst interessant werden, wenn sie durch Wildviecher gegangen sind und sich in deren Fleisch verwandelt haben, gibt es nach wie vor diese Nahrungskette, in der auch das Glied des Jägers seine Hand im Spiel hat.”

gefunden im Felsenlabyrinth der Luisenburg bei Wunsiedel, Fichtelgebirge (Foto: Peter Staniczek)
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Vom Advent zum Trallala-Event
21.12.2009 von peter.staniczek.

Advent in der Wallfahrtskirche Fahrenberg (Foto: P. Staniczek)
Times They Are a Changing´ (Bob Dylan)
Come mothers and fathers all over this land
And don’t criticize what you can’t understand
Your sons and your daughter are beyond your command
Your old role is rapidly aging
Please get out of the new one if you can’t lend a hand
For the times they are a changing
Bob Dylan kam Anfang der 60er Jahre nach New York und wurde in kürzester Zeit zum Sprachrohr einer ganzen Generation junger Rebellen, denn die Zeiten änderten sich auch in den Vereinigten Staaten. Die Bewegung der 68er kündigte sich auch in Deutschland an, der obige Text war für die damalige Gesellschaft absolut revolutionär. Vier Jahrzehnte später scheint der Spuk vorbei, die Jugend wurde von der Konsumgesellschaft eingekauft, von den Politikern eingeseift und von der Freizeitindustrie nutzbringend vermarktet. Heute regiert mit dem Elan von damals der Konsum, das Freizeitverhalten wird bestimmt von der “Event”-Gesellschaft. Ob Bob Dylan mit seinem auch textlich unerreichten Song diese Entwicklung im Auge hatte? Wohl kaum, wenn man das ganze Lied anhört.
Plakatwände werben für (Scheiß-)Weihnachtsveranstaltungen (Fotos: P. Staniczek)
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Neue Streifzüge 31/2009 - kaufen, lesen, sammeln, verschenken
14.12.2009 von peter.staniczek.
Die neuen Streifzüge des Heimatkundlichen Arbeitskreises werden am Mittwoch, 16. Dez. 2009, 18:00 Uhr, im Heimatmuseum der Stadt Vohenstrauß vorgestellt. Danach sind sie auch an den üblichen Verkaufsstellen - Sparkasse, Buchhandlung Rupprecht, Heimatmuseum - käuflich zu erwerben.
Mit dem Heft steigen wir auch in das kommende Schönwerth-Jahr ein. Franz Xaver Schönwerth (ab 1859: Franz Xaver von Schönwerth; * 16. Juli 1810 in Amberg; † 24. Mai 1886 in München) gilt als der bekannteste Oberpfälzer Volkskundler.
Dazu gleich eine Berichtigung zu Seite 32: 1986 fand in der Sparkasse eine Wanderausstellung zum 100. Todestag, nicht zum 100. Geburtstag statt.
“Wer Glick hout, den kälbert der Stiefelknecht”
“Mit da Zeit ble´iha d´Hacksteck”
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Von „Haftlmachern“, „Gloifeln“ und „Bißgurn“
29.11.2009 von peter.staniczek.
Der neue Tag, 28.11.2009: „Basst scho!“: Der Regensburger Dialektforscher Ludwig Zehetner präsentiert neueste Sprachfunde.
Aufgrund der regen Resonanz, die sich in zahlreichen Anrufen, Briefen und drei Auflagen binnen weniger Monate niederschlug, folgte nun „Basst scho! – Teil 2“ (Edition Vulpes)… Denn der Regensburger Sprachforscher besitzt die seltene Gabe, wissenschaftliches im derart lockeren Plauderton zu präsentieren, dass auch der Laie gebannt zuhört.
Unbedingt kaufen/lesen/verschenken, sehr empfehlenswert!
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Wohl dem, der jetzt noch - Heimat hat!
16.11.2009 von peter.staniczek.
- Die Krähen schrein
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein, -
Weh dem, der keine Heimat hat!
Friedrich Nietzsche, 1844-1900 (Vereinsamt, 1884)
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Des Winters Näh’ verrät ein Flockenpaar
27.10.2009 von peter.staniczek.

Wasserreservoir Vohenstrauß, erster Schnee im Oktober 2009 (Foto: P. Staniczek)
- Der erste Schnee
Herbstsonnenschein. Des Winters Näh’
Verrät ein Flockenpaar;
Es gleicht das erste Flöckchen Schnee
Dem ersten weißen Haar.
Noch wird - wie wohl von lieber Hand
Der erste Schnee dem Haupt -
So auch der erste Schnee dem Land
Vom Sonnenstrahl geraubt.
Doch habet acht! mit einem Mal
Ist Haupt und Erde weiß,
Und Liebeshand und Sonnenstrahl
Sich nicht zu helfen weiß.
Theodor Fontane
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