… ein glückliches, gesundes neues Jahr

wünscht allen Freunden und Bekannten

Ihr Peter Staniczek

Beckenkeller

Das alte Jahr hat’s schlau gemacht,
Fort ist’s bei Nebel und bei Nacht.
Zum großen Glück für fern und nah,
war auf der Stell ein andres da.

Johann Peter Hebel

Gott sei gnädig diesem Jahre,
daß kein Unheil widerfahre,
nur ein mäßig Glück hienieden
und der wahre inn’re Frieden!

Franz Graf Pocci (1807 – 1876)

Neujahr bei Pastors

Mama schöpft aus dem Punschgefäße,
Der Vater lüftet das Gesäße
Und spricht: »Jetzt sind es vier Minuten
Nur mehr bis zwölfe, meine Guten.

Ich weiß, daß ihr mit mir empfindet,
Wie dieses alte Jahr entschwindet,
Und daß ihr Gott in seinen Werken
– Mama, den Punsch noch was verstärken! –

Pferde in der „Kälberloh“

Und daß ihr Gott von Herzen danket,
Auch in der Liebe nimmer wanket,
Weil alles, was uns widerfahren
– Mama, nicht mit dem Arrak sparen! –

Weil, was geschah, und was geschehen,
Ob wir es freilich nicht verstehen,
Doch weise war, durch seine Gnade
– Mama, er schmeckt noch immer fade! –

Tachetsberg

In diesem Sinne meine Guten,
Es sind jetzt bloß mehr zwei Minuten,
In diesem gläubig frommen Sinne
– Gieß noch mal Rum in die Terrine! –

Wir bitten Gott, daß er uns helfe
Auch ferner – Wie? Es schlägt schon zwölfe?
Dann prosit! Prost an allen Tischen!
– Ich will den Punsch mal selber mischen.«

Ludwig Thoma (1867 – 1921)

Nicht der Mond, die Sonne dringt erst am Nachmittag durch den Nebel. Möge sie uns auch im neuen Jahr immer erreichen.

alle Fotos Peter Staniczek
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