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Archiv der Kategorie Heimatgeschichte
MZ: Die seltsamen Steinsäulen von Leuchtenberg
18.10.2011 von peter.staniczek.
Unter obiger Überschrift hat der Journalist Reinhold Willfurth aus Weiden in der Mittelbayerischen Zeitung vom 5. Oktober 2011 einen ganzseitigen Bericht veröffentlicht: Die seltsamen Steinsäulen von Leuchtenberg, nachzulesen im Internet (Anklicken).
Wer hat hier das Sagen? Peter Staniczek hält die Granitsäulen rund um Leuchtenberg für eine Machtdemonstration.
Foto: Gabi Schönberger
Vom Bayerischen Fernsehen gibt es ein VIDEO zum Thema: Steinsäulen in der Oberpfalz (Anklicken). Der Beitrag wurde mehrfach gesendet im Rahmen der Reihe “Wir in Bayern”.
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Was stimmt da nicht?
13.8.2011 von peter.staniczek.

Wappen am Rathaus der Stadt Pleystein (Foto: Peter Staniczek)
Richtig ist, dass es sich um das Wappen der Stadt Pleystein handelt. Richtig ist, dass die Pleysteiner durch die Vermittlung der Leuchtenberger Landgrafen im Jahre 1331 die Nürnberger Stadtrechte verliehen bekamen. Zu dieser Zeit führte die Stadt aber das Wappen der Leuchtenberger Ortsherrschaft, einen blauen Balken im weißen Schild, immerhin bis 1555, obwohl die Stadt schon 1418 an die Wittelsbacher gelangt war.
“1556 verlieh Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz das bis heute unveränderte Wappen, in dem der (Drei-)Berg auf den zweiten Teil des Ortsnamens hinweist; der Löwe mit dem Rautenbalken stammt aus dem pfalzbayerischen Hauswappen; die Zahl der Rauten wurde mit 21 festgelegt. Es erscheint seit den 1556 datierten Siegeln und bei Apian (1562).”
(Oberpfälzer Wappenbuch, Reg. der Oberpfalz, Regensburg)
Aber nun zeigen sich bei festlichen Anlässen in Pleystein trotzdem zwei unterschiedliche Versionen des heutigen Wappens, die nur bei genauer Betrachtung auffallen (z. B. Herrn Josef Gillitzer vom Touristik-Verein):
Bei der Version am Pleysteiner Rathaus (s. o.) verlaufen die Rauten von links unten nach rechts oben.
Aber auf den offiziellen Fahnen, Dienstsiegeln, Abzeichen der Freiwilligen Feuerwehr und Männergesangverein, oder im (offiziellen) Oberpfälzer Wappenbuch ist der Rautenverlauf genau umgekehrt und entspricht ähnlichen Wappendarstellungen wie die Wappen des Bezirks Oberpfalz, Stadt Weiden, Markt Hahnbach, Markt Kohlberg u. a.
Was ist nun richtig? Wappen am Rathaus oder Wappen auf dem Dienstsiegel?
Das Rathauswappen folgt wohl einer historischen Abbildung des 16. Jahrhunderts (Abbildungen http://www.wappendesign.de/redesign.html oder S. Poblotzki. Geschichte Pleystein, 1980, S. 135) bzw. einem Siegel der Stadt von 1615 (Poblotzki, S. 227), die von Poblotzki zeichnerisch auch für die Umschlagseiten seiner Geschichtswerke über Pleystein übernommen wurden.
Das offizielle Stadtwappen (auf der Amtskette des Bürgermeisters) folgt beispielsweise der Darstellung von 1585, wie sie in der “Geschichte Pleystein” auf Seite 137 abgebildet ist.
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MZ: “Grenzenloses Vertrauen” (…ist gut, Kontrolle ist besser)
21.5.2011 von peter.staniczek.
Die Mittelbayerische Zeitung vom 19. Mai 2011 berichtet unter dem Titel “Eine Grenzkontrolle mit Metermaß und GPS-Gerät - Grenzenloses Vertrauen”:
“A. B. sieht an diesem Maivormittag in der Gegend rund um den Entenbühl nach dem Rechten, mit 901 Metern ist die Bergkuppe die höchste Erhebung der Oberpfalz.”
Das ist die Kapelle auf dem Entenbühl, erbaut aus einem Grenzschutzbunker. Der Entenbühl ist mit 901 m ganz schön hoch, er ist sogar die höchste Erhebung im Oberpfälzer Wald.
Aber im Steinwald - gehört ebenfalls zur Oberpfalz - gibt es die Platte, die ist mit 946 m noch ein Stück höher und der Kleine Arber im Bayerischen Wald ist mit 1.383,6 m der höchste Berg der Oberpfalz. (s.a. Wikipedia)
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St. Wendelin - Bitte für uns!
29.4.2011 von peter.staniczek.
Das abgebildete Votivbild stand früher vermutlich am Ortseingang von Leuchtenberg. Es zeigt den Hl. Wendelin im Halbrelief, eine Holzschnitzarbeit, farbig gefasst, verschmutzt und restaurierungsbedürftig. Wer sich an einer fachgerechten Sanierung beteiligen möchte, finanziell oder kunsthandwerklich, kann sich gerne bei mir rühren (stani(at)heimat-now.de).
Wer gar ein altes Foto oder genaue Kenntnisse über den alten Standort besitzt, kann ebenfalls dazu beitragen, das Geheimnis über die Herkunft des 125jährigen Flurdenkmals, das vor 50 Jahren letztmals renoviert wurde, zu lüften.
mehr: O Guter Hirt, Sankt Wendelin
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Maria Anna Karl aus Böhmischbruck und Albert Einstein
3.12.2010 von peter.staniczek.
… wie passt das zusamm´?
Auf meiner Webseite “www.heimat-now.de” findet sich unter Heimat-ABC und Heimatschein ein Brief, geschrieben am 12. Mai 1888 im Pfarramt Böhmischbruck, der im Archiv des Vohenstraußer Heimatmuseums liegt. Er ist “Vom Pfarramte Böhmischbruck An Anna Karl, Wäscherin” gerichtet, “Abzugeben bei Herrn Wagner in München Adlzreiterstraße Nr 2 c/II rechts”.
An die Besucher meiner Webseite stellte ich eine Menge Fragen und endete mit dem Wunsch, “Ich würde mich freuen, wenn diese Seite Anlass geben würde, Spurensuche zu betreiben bzw. eine Facharbeit zu diesem Thema zu schreiben.”
Dieser Wunsch brachte ein erstaunliches Ergebnis durch Herrn G. Kiefer aus München, der mir Folgendes schrieb:
-
Hallo Herr Staniczek,
Ihr Beitrag endet mit einer Menge von Fragen.
Ich wohne seit 1973 in der Adlzreiterstr. in München. Deshalb kann ich zur Frage, wie sich die Adlzreiterstr. 2C/II in den letzten Jahrzehnten dargestellt hat und heute darstellt, folgendes beitragen:
Ein Jahr zuvor, also 1887 wurde der Rengerweg in Adlzreiterstaße umbenannt.
Das ursprüngliche Gebäude Adlzreiterstr. 2 mit seinen rückwärtigen Nebengebäuden wurde in den 1980er Jahren abgerissen.
An diese Stelle trat ein Geschäftsgebäude mit einer Passage zur Lindwurmstraße. Bis zum Abriß prangte auf der Nr. 2 noch der verwitterte Schriftzug an der Fassade “Geirhos Rohstoffhandel”. Das Haus war mindestens seit 1973 unbewohnt. Nur in den letzten Jahren vor dem Abriss wurde es als zusätzliches Lager der Firma Krenbauer verwendet, die in der Adlreiterstr. Schweißaggregate baute.
Die Hausnummer 2c war ein Rückgebäude an der Stelle der heutigen Passage. Ein paar Häuser weiter, nämlich auf der Hausnummer 12 und ebenso im Rückgebäude lebte zu dieser Zeit Albert Einstein. Es ist sicher, dass Anna Karl Albert Einstein gekannt haben muß.
Zwar lebte Einstein in der Villa seines Onkels, der hier auch die “Elektrotechnische Fabrik J. Einstein & Cie” besaß, während das Haus Nr.2 eines der armseeligsten in der Adlzreiterstr. gewesen ist. Trotzdem hat man sich in dieser Straße gekannt und dies galt bis in die 1990er Jahre hinein.
Inzwischen ist die Gegend, die früher Schlachthofviertel hieß, offiziell in “Isarvorstadt” umbenannt worden und gilt als schickes, angesagtes Wohn- und Büroviertel, vor allem für die Medienbranche und Architekten.
Zu den Fragen, was aus Anna Karl geworden ist und ob es Nachkommen gibt, kann ich Ihnen den Tipp geben, in den Kirchenbüchern von St.Peter (http://www.alterpeter.de) zu recherchieren. Bis 1928 war dies die zuständige Pfarrei.
Vielen Dank, Herr Kiefer! Spurensuche ist doch spannend und zeitigt immer wieder überraschende Ergebnisse.
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Bischof Otto von Bamberg - nicht denkmalwürdig?
27.8.2010 von peter.staniczek.
Der neue Tag, 26. Aug. 2010: Kein Platz für Bischof Otto -Über die Gestaltung des Dorfbrunnens “Am Anger” ist das letzte Wort noch nicht gesprochen
“Der Rathauschef zitierte aus einem Schreiben des evangelischen Pfarrers Peter Peischl, der Bischof Otto als Brunnenfigur ablehnt. Es gebe Grund zur Sorge, dass dessen Missionsreisen als Feldzüge bezeichnet werden können. […] Kirchenpflegerin Seidl lehnte ´den Otto´an dieser Stelle ab.”
Leider war Pfarrer Peischl nicht anwesend, Kirchenpflegerin Seidl wollte sich nicht weiter äußern.
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Lothar Kraus: Hüttenwerk Weiherhammer
31.7.2010 von peter.staniczek.
Herzlichen Dank für die Publikation über die Industriegeschichte des Hüttenwerks Weiherhammer. Der Rückblick auf die historischen Produkte des ehemaligen k. Hüttenwerks Weiherhammer ist eine Fundgrube für Volkskundler, Museumsleute, Heimatforscher und Technikfreunde. Das überaus reichhaltige Bildmaterial verleitet automatisch zum Stöbern und Vertiefen.
Lothar Kraus, BHS Weiherhammer, Rückblick - historische Produkte eines Oberpfälzer Betriebes (Weiden, 2010, 160 Seiten)
Übrigens: In diesem Jahr finden wieder zahlreiche Vereinsjubiläen statt. Für viele Vereine ist dies ein willkommener Anlass, eine Festschrift zu erstellen und zu veröffentlichen. Den wenigsten Vereinen ist bekannt, dass derartige Publikationen nach dem bayerischen Pflichtstückegesetz in zweifacher Ausfertigung an die Bayerische Staatsbibliothek abzugeben sind.
Alle Vereine werden gebeten, falls nicht schon geschehen, von in diesem Jahr oder in den zurückliegenden Jahren herausgegebenen Festschriften oder anderen Veröffentlichungen, wie z.B. CD-ROMs, jeweils zwei Exemplare an die Staatsbibliothek zu übersenden.
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Heimatfest Eslarn 1947 oder 1950 (?)
30.7.2010 von peter.staniczek.
Das Bild stammt aus dem Fotoalbum des ehemaligen Benefiziumsprovisors Joseph Winklmann, der von 1941 bis 1950 in Eslarn tätig war. Es gehört zu einer Serie von Bildern, auf denen sich ein langer Festzug (Gruppen aus Oberlind, Waldau, Roggenstein, München u.a.) durch die Straßen von Eslarn bewegt.
Hier sind es wohl die Festdamen, die am Anwesen des “Matthiersla” (Bahnhofstraße 5) vorbei defilieren.
Weitere Bilder finden Sie unter Eslarn 1941 - 1950 auf meiner Website (Brauchtum).
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Sommer in der Heimat - Espresso beim “Italiener”
27.6.2010 von peter.staniczek.

(”zucchero”, Repro: Peter Staniczek)
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Unersetzliches Flurdenkmal durch Ignoranz zerstört
2.6.2010 von peter.staniczek.
Schon im vergangenen Winter wurde bei Waldarbeiten zwischen Vohenstrauß und Braunetsrieth ein Flurkreuz zerstört, das auf einen Unfall beim Bau der Vorgängertrasse der jetzigen B14 hinwies.
Das Unfallgeschehen wurde auf einer Inschrifttafel aus sog. Schwarzglas dargestellt, ein Unikat, das schon einmal beschädigt, wieder repariert und nun endgültig verloren gegangen ist - ein unersetzlicher Verlust.

Pauschen-Kreuz, Inschrifttafel aus Schwarzglas, Foto P. Staniczek, 1982
Das Pauschen-Kreuz erinnert an das Unglück, dass dem Fuhrwerksbesitzer Pausch widerfuhr. Dieser arbeitete beim Ausbau der ersten Vorgängertrasse der jetzigen B 14 mit. Sein Sohn Karl kam dabei unter ein Wagenrad des väterlichen Wasserwagens.

Pauschen-Kreuz, “Schule und Heimatpflege”, Foto P. Staniczek, 1982

‘Straßenkarte aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts, farbig: Verlauf der Autobahn A 6 (Via Carolina)
Das Waldgebiet nördlich des Taucherhofs hat von alters her den Namen Gstaudach. Dieser Flurname hängt mit dem Begriff Staude (Buschwerk) zusammen. Das Waldstück wurde durch eine Straße geteilt, die Strass uf Lam (Lohma), welche von Vohenstrauß zur Renn Stras verlief und ein Stück östlich vom Taucherhof einmündete. Weil aber die Fuhrleute meistens Vohenstrauß nur passierten, und nicht durch den Markt selbst fuhren, wurde dem Pfleger im Jahr 1656 anbefohlen, an die Straß, die von Vohenstrauß vorbeigeht, eine Säule aufrichten zu lassen, damit sich die Fuhrleut keiner Unwissenheit zu entschuldigen haben. Hier wurde denn auch der fällige Zoll erhoben.
Parallel zu diesem Abstecher verlief ab 1901 über das Krapfenbergl die spätere Landstraße von Vohenstrauß über Lohma nach Waidhaus, zuletzt als mehrfach ausgebaute und begradigte Bundesstraße B 14.
Neuerdings verläuft zwischen den beiden älteren Trassen, teilweise diese überdeckend, die Bundesautobahn A 6, was natürlich gewaltige Eingriffe in die bestehende Kulturlandschaft notwendig machte.
Die Autobahnstrecke verläuft auf hoch aufgeschüttetem Damm über den ehemaligen Fränkls Weihr, der inzwischen zur Fränklsweiherwiese verlandet war. Die alte Renn Stras aber ging an dieser Stelle schon 1544 über den Weiherdamm des Franken zu Praunetsried.
Jetzt liegt die historische Altstraße an dieser Stelle gewissermaßen tief unten und wird in einem gewaltig dimensionierten Tunnel unter der neuen Autobahn durchgeleitet.
Einige Meter neben der Säule befindet sich der alte Michlbach-Durchlass. Das Bächlein fließt nach Süden durch das anschließende Landschaftsschutzgebiet Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald der Pfreimd zu.

Pauschen-Kreuz, Standort am Waldrand des “Gstaudach” auf Braunetsriether Seite, Foto P. Staniczek, 1982

Pauschen-Kreuz, Schülerarbeit (Ausschnitt) “Schule und Heimatpflege”, 1982/83, Repro: P. Staniczek
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