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Archive für November 2009

Oberpfälzer Redensarten

Oberpfälzer Rotvieh in der Gemeinde Tännesberg (Voitsberg)
(Foto: Peter Staniczek)

Das Bild veranschaulicht in unzweifelhafter Weise eine Redensart der Oberpfälzer, mit der sie darauf hinweisen, dass jemand zwei linke Hände habe:
“Du stöllst de a wöi d´Kouh zum Scheiß´n!”

Dazu noch zwei Brecht-Zitat zum Thema:

      “…Wer in der Stadt lebt, lebt in einem Traum,
      durchquert die Landschaft wie auf starren Gleisen,
      vorbei an Kühen, die beim Fressen scheißen.

      (Bertold Brecht - Kuh beim Fressen)

      “…Und während sie sich noch mit Heu versieht
      Entnimmt ihr einer Milch, sie duldet’s stumm
      Daß seine Hand an ihrem Euter reißt.

      Sie kennt die Hand, sie schaut nicht einmal um
      Sie will nicht wissen, was mit ihr geschieht
      Und nützt die Abendstimmung aus und scheißt.

      (Bertold Brecht - Kuh beim Fressen)

Zucker im Kaffee - süße Werbeideen

Zuckerstücke aus fünfzig Jahren
(Foto: Peter Staniczek)

Der Biber hält keinen Winterschlaf

Wintervorbereitung der Biber beim Torfhäusl
(Foto: Peter Staniczek)

Im Oktober/November fallen die Aktivitäten der Wintervorbereitung des Bibers besonders auf. Sie sind gekennzeichnet durch die verstärkte Fällung von Weichholzarten und die Anlage eines Nahrungsdepots zur Überwinterung.

Wohl dem, der jetzt noch - Heimat hat!

Wohl dem, der jetzt noch - Heimat hat!
(Foto: Peter Staniczek)

      Die Krähen schrein
      Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
      Bald wird es schnein, -
      Weh dem, der keine Heimat hat!

      Friedrich Nietzsche, 1844-1900 (Vereinsamt, 1884)

Auf den Wiesen erlöschen die letzten Blüten

Die Natur bereitet sich auf den Winter vor, nur das unverwüstliche Gänseblümchen …

Gänseblümchen und Herbstlaub
(Foto: Peter Staniczek)

Alle diese neolithischen Vasen sind 4000 Jahre alt

“Alle diese neolithischen (jungsteinzeitlichen) Vasen sind 4000 Jahre alt und sind in eine industriell gefertigte haushaltsübliche Farbe eines japanischen Herstellers getaucht worden. Sie wurden zu neuen Objekten; die ursprünglichen Objekte sind unter dünnen (oder dicken) Schichten dieser Farbe verborgen.” (Haus der Kunst, ai weiwei, so sorry, bis 17.01.2010)

Neolithische Vasen in japanische Industriefarbe getaucht (Ai Weiwei)
(Foto: P. Staniczek)

Don´t destroy history

Mauerfall_091189

In Wunsiedel wurde eine originalgetreue Mauer wieder aufgebaut, vor allem um “jungen Menschen die für sie kaum mehr nachvollziehbare Zeit vor der Wende und das großartige Ereignis der friedlichen Wiedervereinigung (zu) vermitteln.” (dpa)
Mit dem übereilten, fast kompletten Abriss der Mauer in Berlin waren in den Neunzigern Fakten geschaffen worden, die die nachfolgende Generation um die Anschauung der jüngeren Vergangenheit gebracht haben. Was wäre als Denkmal der Wiedervereinigung geeigneter?

Don´t destroy history
(Fotos: Peter Staniczek, aufgenommen in Berlin am 26.02.2004)

      Don’t bring down these walls
      Don’t destroy history
      (Serenity von Paradox)