Ein Glückskind

„Ein Glückskind. Wie ein kleiner Junge zwei Ghettos, Auschwitz und den Todesmarsch überlebte und ein zweites Leben fand.“ Thomas Buergenthal – heute Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag – hat sein „erstes“ Leben im Alter von 72 Jahren aufgeschrieben. Es sind die Erinnerungen eines Mannes, der zeitlebens Optimist geblieben ist. Sachlich, aber nicht trocken, ohne Pathos beschreibt er die Geschichte eines Kindes mitten in der Menschheitskatastrophe. Er spricht ohne Zynismus von Glück, weil er keinen anderen Ausdruck hat für sein Überleben. Sein Vater, Mundek Buergenthal, wurde im KZ Flossenbürg erschossen.
(Thomas Buergenthal, Ein Glückskind, S. Fischer Verlag, Frankfurt 2007, 224 Seiten, 19,90 Euro)

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Tut Engstirnigkeit weh?

Die Süddeutsche Zeitung hat eine sehr lesenswerte und amüsante Rubrik „jetzt.de“, die auch als Website aufrufbar ist. Unter dem Label „Fragebuch“ kannst du aufschreiben, worüber du dich diese Woche wunderst. Einige Beispiele:
Wer denkt sich meine Träume aus? – Bin ich der Spatz in der Hand? – Bin ich vielseitig interessiert oder innerlich zerrissen? – Tut Engstirnigkeit weh? – Was soll das Ganze?

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Versetzung in die nördliche Oberpfalz eine Art Verbannung …

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ZBLG 1 (1928), S. 485-486: Mitteilungen aus den Geschichtsvereinen

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„Bei Bahn Dampf machen“

Der neue Tag berichtet am 15. März 2007 vom „Unmut über verwahrlostes Gelände“ auf dem ehemaligen Bahnbetriebsgelände „Hinterm Rangierbahnhof“ in Weiden. „Lokschuppen und Gebäude sind zu Ruinen verkommen […] verwahrlost und verwachsen, verseucht und vermüllt“.  

In Vohenstrauß das gleiche Bild, das Bahnhofsgelände dümpelt seit Jahren (1995 endgültig stillgelegt) ungenutzt und unbeachtet vor sich hin. Der ansonsten sehr attraktive Bockl-Radweg macht einen Bogen um das Grundstück (http://www.bocklradweg.de/pdf/Bocklradweg2.pdf), aus einem ehemals geplanten Freizeitgelände am Radweg „zwischen den Städten“ scheint nichts mehr zu werden. Das ehemalige Empfangsgebäude, ein Walmdachbau aus Polygonalmauerwerk mit Eckquaderung und Backsteintraufgesims (Denkmalliste) droht bei weiterem Zuschauen zur Ruine zu werden.  

Dabei war zunächst von einer positiven Entwicklung 3 Hektar großen Geländes auszugehen:  

„Im Rahmen des Stadtumbaukonzeptes sollen die Entwicklungs- und Sanierungsziele insbesondere im Hinblick auf die gewerbliche Brachflächenproblematik aktualisiert werden. Im Zuge der Reaktivierung des ehemaligen Bahngeländes wird auch die Stadteinfahrt aufgewertet. Ziel der Neuordnung ist es, das Tourismus- und Freizeitangebot zu verbessern und im Bahnhofsgebäude, im Lokschuppen sowie auf den angrenzenden Freiflächen attraktive Einrichtungen für Freizeit und Gastronomie zu schaffen.“ (Oberste Baubehörde im Bayer. Staatsministerium des Innern, http://www.innenministerium.bayern.de/imperia/md/content/stmi/bauen/staedtebaufoerderung/projekt/vohenstrauss.pdf)  

Schadstoffbelastung, Kaufpreis? Zwischen Bahn und Stadt rührt sich momentan anscheinend nichts. Die Pläne liegen auf Eis. 

Übrigens: Um die Lokalbahn im Jahre 1886 eröffnen zu können, mussten die anliegenden Gemeinden den teuren Grunderwerb selbst finanzieren. Nachdem Grund und Boden nun nicht mehr von der Bahn genutzt werden, wäre eine kostenlose Rückgabe an die Gemeinden eigentlich moralisch zu erwarten. Vorstände von Aktiengesellschaften denken anders. 

 

 

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„Biogas sorgt für Zündstoff“

So lautet eine Überschrift im Neuen Tag vom 14. März 2007. Ein Investor hat Antrag auf Erstellung einer Biogasanlage südwestlich der Straßenmeisterei gestellt. Der zweite Bürgermeister Andreas Wutzlhofer wies mit Recht darauf hin, dass auch „die zur Bestückung der Anlage erforderlichen Großmengen an Mais nicht außer Acht gelassen werden“ dürfen. Er sprach in diesem Zusammenhang von „der neuen Industrie“.

„CSU-Kreistagsfraktion steht Ein-Megawatt-Biogasanlage in Vohenstrauß sehr aufgeschlossen gegenüber“ (Der neue Tag, 15. März 2007 ). Unter anderem könnten „die Schulen, die Schwimmhalle, das Krankenhaus und verschiedene weitere Gebäude“ mit Wärme versorgt werden. Das klingt auch im Hinblick auf das vereinbarte Ziel des europäischen Energiegipfels vernünftig.

Mit der Versorgung der Anlage mit Feldfrüchten werde den Landwirten ein zusätzliches Produktionsstandbein als Energiewirte angeboten. Etwa 3000 Anlagen mit je 500 Kilowatt sollen momentan in der Bundesrepublik in Betrieb sein. Eher dezentrale Anlagen, die dort gebaut wurden, wo Gülle und Rohstoffe bisher schon anfielen. Kritiker von Großanlagen weisen darauf hin, dass diese eine industrielle Massentierhaltung voraussetzten, um Gülle zu gewinnen, dass sich der Maisanbau mit allen seinen Nachteilen (Erosion, Herbizideinsatz, Artenschwund) verdoppeln und damit sich auch das Landschaftsbild verändern werde, außerdem werde der Anbau von anlagenkompatiblem Genmais forciert.

In Mecklenburg-Vorpommern entsteht übrigens zur Zeit mit einer Gesamtleistung von 20 MW das weltgrößte Biomassekraftwerk, das im Sommer 2007 in Betrieb gehen soll.

Weiterführende Links: 

http://www.verivox.de/News/ArticleDetails.asp?aid=16437  

 http://nawaro.de/de/service/aktuelles/ 

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In den Wäldern sind Dinge …

kafka

entdeckt beim Forsthaus Adlgaß bei Inzell (Bergwald-Erlebnispfad) 

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Brauchen dou i nex

„Brauchen dou i nex, heichsdns wos ming!“

(E. aus Eslarn, auf die Frage nach einem Wunsch zum Geburtstag)

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Burgtreswitz – Schloss und Natur

Nachdem – wie schon berichtet – das Planungskonzept des früheren Kuratoriums Schloss Friedrichsburg „an der Uneinigkeit der Bürgermeister im Landkreis-Osten gescheitert“ war, hat sich die Marktgemeinde Moosbach sehr schnell einen der Bausteine des Konzepts zu eigen gemacht.

Die Lokalzeitung „Der neue Tag“ berichtet am 17.02.2007: „´Schloss und Natur´ heißt es dann endlich am Sonntag, 08. Juli 2007 in Burgtreswitz bei Moobach. Die Vereinsgemeinschaft Burgtreswitz, die Marktgemeinde Moosbach sowie der Naturparkverein ziehen bei diesem 11. Naturparkaktionstag alle Register ihres Könnens und hoffen natürlich wieder auf rund 8000 Besucher; so wie beim letzten Mal in Flossenbürg. Bekanntlich wird die Schlossanlage künftig die erste offizielle Naturpark-Infostelle beherbergen.“

Schon am 20.01.2007 fand sich im Oberpfalznetz (http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/967205-127,1,0.html
die Meldung: „Zum anderen soll die Schlossanlage Burgtreswitz künftig die erste offizielle Naturpark-Infostelle beherbergen. Dafür laufen momentan die erforderlichen Realisierungsschritte.“Die Moosbacher haben auf jeden Fall ihre Hausaufgaben gut gemacht, das Schloss in Burgtrewitz ist ein guter Platz für die Naturpark-Infostelle.“

Das Schloss Friedrichsburg in Vohenstrauß hat wieder einmal das Nachsehen.

Ein Wort-Beitrag einer einzelnen Stadträtin bei „Jetzt red i, Europa“ am 28.02.2007 in den repräsentativen Räumen des Schlosses, mit der Bitte an die EU/Brüssel, dieses Schloss in Vohenstrauß finanziell zu unterstützen  und mit Leben zu füllen, wird nicht wahrgenommen. Nicht einmal die Lokalzeitung fand die Wortmeldung erwähnenswert.

Ernsthafte Bemühung um das regionale Wahrzeichen setzt schlüssige Projektplanungen, beharrliches Engagement und Einigkeit bei den Verantwortlichen voraus.

Zuerst müssen die Hausaufgaben gemacht werden (siehe Moosbach), sonst werden wir immer wieder die Meldung lesen: „Friedrichsburg bleibt Ladenhüter“ (Der neue Tag vom 10.11.2006)!

PS:

Herr Thorsten Schreiber vom Neuen Tag machte mich freundlicherweise darauf aufmerksam, dass Frau Mittelmeier bereits im Bericht über das Vorgespräch im Rathaus erwähnt wurde: „Die Vohenstraußer Stadträtin Dagmar Mittelmeier (SPD) wollte wissen,ob es für ein grenzüberschreitendes Touristen-Informationszentrum in der Friedrichsburg Zuschüsse aus
Brüssel geben könnte.“ (Der neue Tag, 31.01.2007)

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Dialekt-Wörter aus der Oberpfalz

Beim Stammtisch fiel der Ausdruck: „Des woar aa su a Fachanes!“ Übersetzt: Das war auch so ein Spitzbub (Bazi, Lumperl)! Der Ausdruck ist allgemein noch im östlichen Landkreis Neustadt an der Waldnaab (z.B. Vohenstrauß, Pleystein u.a.) bekannt. Mich würde interessieren, wo der Ausdruck herkommt bzw. welche Sprachwurzeln zugrunde liegen, bei Schmeller bin ich leider nicht fündig geworden.

Eine informative Homepage zum Thema „Dialekte in Bayern“ findet sich übrigens beim Bayerischen Rundfunk: http://www.br-online.de/land-und-leute/thema/dialekte/oberpfalz.xml . Empfehlenswert!

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„Wählen Sie Bastelraum …“

Ein aktueller Phishingangriff per E-Mail, der die persönlichen Kundendaten bei einer bekannten Bank ausspähen wollte, war unterzeichnet mit folgendem Hinweis:

„Geben Sie bitte keine Antwort auf sterben betreffende Mitteilung. E-Mail, gesandt ein Sterben betreffende Adresse, braucht keine Antwort. Um Hilfe zu leisten, gehen Sie ins System Ihres Kontos bei CitiBank ein und wählen Sie Bastelraum Hinweis „Hilfe“ auf der beliebigen Seite aus.“

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