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Archiv der Kategorie Kultur
Cherubim
18.11.2010 von peter.staniczek.

Glasobjekt: Cherubim von Mark Angus (Glashütte Eisch, Frauenau), Foto: Peter Staniczek
Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Cherubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten. (1. Buch Mose 3.24)
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Bischof Otto von Bamberg - nicht denkmalwürdig?
27.8.2010 von peter.staniczek.
Der neue Tag, 26. Aug. 2010: Kein Platz für Bischof Otto -Über die Gestaltung des Dorfbrunnens “Am Anger” ist das letzte Wort noch nicht gesprochen
“Der Rathauschef zitierte aus einem Schreiben des evangelischen Pfarrers Peter Peischl, der Bischof Otto als Brunnenfigur ablehnt. Es gebe Grund zur Sorge, dass dessen Missionsreisen als Feldzüge bezeichnet werden können. […] Kirchenpflegerin Seidl lehnte ´den Otto´an dieser Stelle ab.”
Leider war Pfarrer Peischl nicht anwesend, Kirchenpflegerin Seidl wollte sich nicht weiter äußern.
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Lothar Kraus: Hüttenwerk Weiherhammer
31.7.2010 von peter.staniczek.
Herzlichen Dank für die Publikation über die Industriegeschichte des Hüttenwerks Weiherhammer. Der Rückblick auf die historischen Produkte des ehemaligen k. Hüttenwerks Weiherhammer ist eine Fundgrube für Volkskundler, Museumsleute, Heimatforscher und Technikfreunde. Das überaus reichhaltige Bildmaterial verleitet automatisch zum Stöbern und Vertiefen.
Lothar Kraus, BHS Weiherhammer, Rückblick - historische Produkte eines Oberpfälzer Betriebes (Weiden, 2010, 160 Seiten)
Übrigens: In diesem Jahr finden wieder zahlreiche Vereinsjubiläen statt. Für viele Vereine ist dies ein willkommener Anlass, eine Festschrift zu erstellen und zu veröffentlichen. Den wenigsten Vereinen ist bekannt, dass derartige Publikationen nach dem bayerischen Pflichtstückegesetz in zweifacher Ausfertigung an die Bayerische Staatsbibliothek abzugeben sind.
Alle Vereine werden gebeten, falls nicht schon geschehen, von in diesem Jahr oder in den zurückliegenden Jahren herausgegebenen Festschriften oder anderen Veröffentlichungen, wie z.B. CD-ROMs, jeweils zwei Exemplare an die Staatsbibliothek zu übersenden.
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Heimatfest Eslarn 1947 oder 1950 (?)
30.7.2010 von peter.staniczek.
Das Bild stammt aus dem Fotoalbum des ehemaligen Benefiziumsprovisors Joseph Winklmann, der von 1941 bis 1950 in Eslarn tätig war. Es gehört zu einer Serie von Bildern, auf denen sich ein langer Festzug (Gruppen aus Oberlind, Waldau, Roggenstein, München u.a.) durch die Straßen von Eslarn bewegt.
Hier sind es wohl die Festdamen, die am Anwesen des “Matthiersla” (Bahnhofstraße 5) vorbei defilieren.
Weitere Bilder finden Sie unter Eslarn 1941 - 1950 auf meiner Website (Brauchtum).
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Sommer in der Heimat - Espresso beim “Italiener”
27.6.2010 von peter.staniczek.

(”zucchero”, Repro: Peter Staniczek)
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Muss ich sehen (Museen) - Oberpfälzer Gwand
20.6.2010 von peter.staniczek.
Volles Haus bei der Ausstellungseröffnung, begeistertes Fachsimpeln unter dem weiblichen Publikum. Eine kleine, aber feine Ausstellung von Hochzeitskleidern und anderem feinen Gwand von den Stifterinnen bzw. Leihgebern Marianne Nerl, Elfriede Portner, Beate Stock (die auch auch für die Präsentation zeichnet) und aus dem eigenen Museumsfundus. Selbst der Bürgermeister zeigte sich angetan von soviel Weiblichkeit (mit und ohne Kopf).
Elfriede Portner, Beate Stock, Marianne Nerl, Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (Foto: Gabi Eichl)
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Einladung (in letzter Sekunde)
16.6.2010 von peter.staniczek.
Mittwoch, 16. Juni 2010, 18.00 Uhr:
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Unersetzliches Flurdenkmal durch Ignoranz zerstört
2.6.2010 von peter.staniczek.
Schon im vergangenen Winter wurde bei Waldarbeiten zwischen Vohenstrauß und Braunetsrieth ein Flurkreuz zerstört, das auf einen Unfall beim Bau der Vorgängertrasse der jetzigen B14 hinwies.
Das Unfallgeschehen wurde auf einer Inschrifttafel aus sog. Schwarzglas dargestellt, ein Unikat, das schon einmal beschädigt, wieder repariert und nun endgültig verloren gegangen ist - ein unersetzlicher Verlust.

Pauschen-Kreuz, Inschrifttafel aus Schwarzglas, Foto P. Staniczek, 1982
Das Pauschen-Kreuz erinnert an das Unglück, dass dem Fuhrwerksbesitzer Pausch widerfuhr. Dieser arbeitete beim Ausbau der ersten Vorgängertrasse der jetzigen B 14 mit. Sein Sohn Karl kam dabei unter ein Wagenrad des väterlichen Wasserwagens.

Pauschen-Kreuz, “Schule und Heimatpflege”, Foto P. Staniczek, 1982

‘Straßenkarte aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts, farbig: Verlauf der Autobahn A 6 (Via Carolina)
Das Waldgebiet nördlich des Taucherhofs hat von alters her den Namen Gstaudach. Dieser Flurname hängt mit dem Begriff Staude (Buschwerk) zusammen. Das Waldstück wurde durch eine Straße geteilt, die Strass uf Lam (Lohma), welche von Vohenstrauß zur Renn Stras verlief und ein Stück östlich vom Taucherhof einmündete. Weil aber die Fuhrleute meistens Vohenstrauß nur passierten, und nicht durch den Markt selbst fuhren, wurde dem Pfleger im Jahr 1656 anbefohlen, an die Straß, die von Vohenstrauß vorbeigeht, eine Säule aufrichten zu lassen, damit sich die Fuhrleut keiner Unwissenheit zu entschuldigen haben. Hier wurde denn auch der fällige Zoll erhoben.
Parallel zu diesem Abstecher verlief ab 1901 über das Krapfenbergl die spätere Landstraße von Vohenstrauß über Lohma nach Waidhaus, zuletzt als mehrfach ausgebaute und begradigte Bundesstraße B 14.
Neuerdings verläuft zwischen den beiden älteren Trassen, teilweise diese überdeckend, die Bundesautobahn A 6, was natürlich gewaltige Eingriffe in die bestehende Kulturlandschaft notwendig machte.
Die Autobahnstrecke verläuft auf hoch aufgeschüttetem Damm über den ehemaligen Fränkls Weihr, der inzwischen zur Fränklsweiherwiese verlandet war. Die alte Renn Stras aber ging an dieser Stelle schon 1544 über den Weiherdamm des Franken zu Praunetsried.
Jetzt liegt die historische Altstraße an dieser Stelle gewissermaßen tief unten und wird in einem gewaltig dimensionierten Tunnel unter der neuen Autobahn durchgeleitet.
Einige Meter neben der Säule befindet sich der alte Michlbach-Durchlass. Das Bächlein fließt nach Süden durch das anschließende Landschaftsschutzgebiet Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald der Pfreimd zu.

Pauschen-Kreuz, Standort am Waldrand des “Gstaudach” auf Braunetsriether Seite, Foto P. Staniczek, 1982

Pauschen-Kreuz, Schülerarbeit (Ausschnitt) “Schule und Heimatpflege”, 1982/83, Repro: P. Staniczek
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Lehrer und Aufschläger
30.5.2010 von peter.staniczek.
“1817 war der „mit Ruhm” bekannte „Schullehrer und Aufschläger” Joseph Ritter „im 73. Jahre seines tätigen Lebens dahingeschieden”, wie wir auf dem von seinem Schwiegersohn und Nachfolger Johann Michael Allio gesetzten, nun in die Außenmauer der neuen Friedhofkapelle eingelassenen Gedächtnisstein lesen können. Allio wirkte 3 Jahre als Hilfslehrer und 40 Jahre als Lehrer in Eslarn und starb als „Liebling des Magistrats” am 16. Juli 1854.” (aus Hans Schlemmer, Geschichte des Marktes Eslarn, 1960, 31)
Die aktuelle Debatte ließe vermuten, dass der Schullehrer Ritter auch einer war, der ab und zu seine Schutzbefohlenen mit oder ohne Stock/Rute gezüchtigt bzw. geschlagen hat. Aber Aufschläger war die Berufsbezeichnung für einen Erheber der Akzisen (Zoll), der indirekten Aufwandssteuern, z. B. der Biersteuer. Joseph Ritter war also nebenberuflich Steuereinnehmer.

Schullehrer und Aufschläger, Friedhofkirche Eslarn, Foto: P. Staniczek
Bei Josef Hanauer, dem neben Hans Schlemmer zweiten bedeutenden Eslarner Chronisten, finden wir weitere Aufschlüsse über den Schullehrer Josef Ritter sowie den “Liebling des Magistrats” Michael Allio:
“Seit 1771 war der Schulunterricht dem Lehrer Georg Joseph Ritter anvertraut. Er war selbst gebürtiger Eslarner, dessen Vater ebenfalls die Lehrerstelle in Eslarn innegehabt hatte. Ritter, Vater von fünf Kindern, wird als tüchtiger und fleißiger Mann bezeichnet. Neben seinem Dienst als Lehrer machte er noch den Kantor beim Gottesdienst; außerdem versah er den Mesnerdienst. Am 2. Juni 1814 wurde er in den Ruhestand versetzt, und zwar nach 51-jähriger Dienstzeit. 43 Jahre davon hatte er als Lehrer in Eslarn verbracht. Als er den Schuldienst aufgab, war er 72 Jahre alt.
Sein Nachfolger wurde der bisherige Schulgehilfe Michael Allio. Dieser hatte bereits im Jahr 1812 den Auftrag erhalten, den 70-jährigen Lehrer Ritter im Kirchendienst als Kantor zu unterstützen. Das Schulhaus besaß damals lediglich ein einziges Zimmer. Dieses war in Anbetracht der großen Schülerzahl viel zu klein. Der Lehrer verfügte nur über ein einziges Wohnzimmer. Überdies befand sich das Schulhaus in einem äußerst schlechten Zustand. Von Jahr zu Jahr wurde das Gebäude ruinöser. Im Jahr 1814 besaß der Lehrer nicht einmal ein ordentliches Wohnzimmer, viel weniger ein Nebenzimmer oder eine Kammer. Dem Gehilfen Allio diente das einzige Schulzimmer als Wohn- und Schlafstätte. Auch nachdem er als Lehrer angestellt worden war, änderten sich die üblen Zustände nicht. In einem einzigen Raum mussten 236 Kinder unterrichtet werden. Weil das Schulzimmer zu klein war, wurde der Plan gefasst, das Nebenzimmer mit dem Unterrichtsraum zu vereinigen und dem Lehrer dafür ein Zimmer über dem Keller zu bauen. Das Schulzimmer wurde zwar im Jahr 1806 durch Vereinigung mit dem Nebenzimmer zu hinlänglicher Größe gebracht, aber ein Zimmer für den Lehrer zu bauen, hielt man für überflüssig. Am 29. Juli 1816 kamen Vertreter des Landgerichts Vohenstrauß mit Vertretern des Marktes Eslarn zusammen. Dabei wurde den Eslarnern vorgehalten, „dass das hiesige Unterrichtslokal einem Schafstalle gleiche, und daher einer Reparatur dringend bedürfe, dass die Wohnung des Lehrers und des Mesners jener eines Schäfers ähnlich sei”. Erst im Jahr 1818 wurde der Anbau des geplanten Zimmers für den Lehrer vorgenommen. Aber damit war nicht viel gedient; denn dieser Anbau wurde nicht zu Ende geführt und war darum unbewohnbar. Im Jahr 1834 beschwerte sich deswegen Lehrer Allio bei der Schulinspektion in Eslarn. Dem Lehrer mit seiner Familie und dem Lehrgehilfen stand damals nur ein einziges kleines heizbares Zimmer zur Verfügung. Im Jahr 1839 wurde beschlossen, das Schul- und Mesnerhaus auszubauen. Dabei war ein gesondertes Zimmer für den Schulgehilfen vorgesehen. Der Anbau wurde tatsächlich noch im Jahr 1839 erstellt.”
(aus Josef Hanauer, Heimatbuch Eslarn,1975,190-191)
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Denkmalsanierung - Glockenturm aus dem Baumarktsortiment
22.5.2010 von peter.staniczek.
Glockenturm sorgt für Ärger
Zentrale Bußgeldstelle wirft Stadt Vohenstrauß bei Erneuerung vorsätzliches Handeln vor
Oberlind. (sa) Bürgermeister Andreas Wutzlhofer ärgerte sich in der Bürgerversammlung über ein Schreiben der Zentralen Bußgeldstelle. Darin wird der Stadt vorsätzliches Handeln bei der Erneuerung des Glockenturms in Obernankau vorgeworfen.
Durch die unfachgemäße Erneuerung soll der Holzturm seinen Charakter als Baudenkmal eingebüßt haben und musste daher aus der Denkmalliste gestrichen werden. Tatzeitpunkt sei zwischen 25. Februar und 30. März gewesen. Wutzlhofer wies die Vorwürfe vehement als unbegründet zurück. Nachdem im Januar Regina Rössler aus Obernankau auf den schlechten Zustand des Glockenturms hingewiesen hatte, gab es am 24. Februar eine Besichtigung mit Oberkonservator Raimund Karl vom Landesamt für Denkmalpflege und Kreisheimatpfleger Peter Bantelmann. Dabei wurde wegen Instabilität einer Erneuerung zugestimmt, unter der Voraussetzung, dass das Dachteil und verwendbare Teile erhalten bleiben. Gestattet wurden die Auswechslung der seitlichen Stützbalken, die Entfernung der alten Brettverschalung und die Verzapfung der inneren Balkenkonstruktion. Karl erteilte gleichzeitig die mündliche Erlaubnis zur Erneuerung. Unter Anleitung von Außendienstleiter Karl Frey fertigten Fachleute genau nach den Vorgaben das neue Glockengerüst. Wutzlhofer sah insofern kein Fehlverhalten der Stadt.

Glockenturm von Obernankau - Sanierung (?) eines Denkmals? (Foto: Peter Staniczek)
Die Denkmalbehörden sehen es etwas anders. Unabhängig vom formalen Ablauf der Denkmal-Maßnahme ist vom ehemaligen Denkmal nichts übrig geblieben. Die Authentizität und Ausstrahlung des Dorfmittelpunkts ist einer Baumarkt-Atmosphäre gewichen. Dem Sterben der alten Bauernhäuser folgt das Sterben der alten Kapellen (z. B. Moosbach-Gröbenstädt) und Glockentürme. Der Glockenturm wird aus der Denkmalliste gestrichen, ein historisches, identitätsstiftendes Merkmal in unserer sakralen Landschaft weniger!

Glockenturm von Obernankau, 14. Juli 2003, Foto: Hannes Sennert
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