„Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte“

Oberpfälzer Wald

Allen meinen Freunden und Lesern dieser Seite, allen die mir Kraft und Zuspruch gaben, wünsche ich auf diesem Weg ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2008.

Im Folgenden einige Gedanken zum Jahreswechsel, die ich bei Antoine de St. Exupery entdeckt habe, die zweifellos auch heute noch Richtschnur zur Lebensbewältigung sein können:

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr,
sondern um die Kraft für den Alltag.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

Mach mich sicher in der rechten Zeiteinteilung.
Schenk’ mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden,
was erstrangig und was zweitrangig ist.

Schenk’ mir die nüchterne Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge
eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.

Erinn’re mich daran,
dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.

Schick’ mir im rechten Augenblick jemanden,
der den Mut hat,
die Wahrheit in Liebe zu sagen.

Du weißt,
wie sehr wir der Freundschaft bedürfen.
Gib dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten
und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.

Verleihe mir die nötige Fantasie,
im rechten Augenblick ein Päckchen Güte
mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben.

Bewahre mich vor der Angst,
Ich könnte das Leben versäumen.

Gib mir nicht,
was ich mir wünsche,
sondern das,
was ich brauche.

Antoine de Saint-Exupéry

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Früher war mehr Lametta (O. Hoppenstedt)

Dem Neuhauser Norbert Neugirg fiel in seiner Glosse zum „Budenzauber“ auf, dass „in den letzten Jahren bereits in Ortschaften ab drei Einwohnern aufwärts ein beängstigender Anstieg von adventösen Glühweinaufläufen zu beobachten“ sei. „Brühpech, Bienenwachs, versengte Nikolausbärte, betagtes Frittierfett, Warzentinktur, Waffenöl, überhitzte Mandeln, mit Ketchup gelöschte Schaschliks, flambierte Bratwürste, siedende Glühweinwannen, Modelleisenbahnleim, keimtötende Räucherstäbchen, Fichtennadel-Klosettsteine und tief gefrorene Gänsetorsos melden über den Geruchsnerv dem Hirn, dass es Weihnachten und Zeit für die Erlösung wird.“ (Der neue Tag, 8. Dez. 2007)

Historische, romantische Weihnachtsmärkte auf Schloss/Burg „Bösenstein“ (Name geändert) mit mittelalterlichem Lagerleben, wahlweise Markttreiben, Gauklern, lebender Weihnachtskrippe, umrahmt von heimatlicher Volksmusik im Ritterkeller und martialisch auftretenden Security-Leuten an den Eintrittsschleusen, organisiert vom adeligen Event-Team, zeigen ebenfalls deutlich den Verfall von Tradition zu Kommerz, von den Bratäpfeln zur Bratwurst, überdeckt vom allgegenwärtigen Glühweindunst.

Christoph Wirtz („Nie wieder Weihnachtsmärkte!“ in Stern 49/2007) kennzeichnet den Besucher in einer Glosse noch drastischer: „Wer sich … zwischen Erzgebirgsschnitzereien aus China um muffige Verschläge drängt, um klebrigen Fusel mit dem Aroma von Nagellackentferner und Klostein aus angeschlagenen Kaffeepötten zu saufen, der ist zweifellos gescheitert – am Minimalanspruch jedes kultivierten Mitteleuropäers.“

Der Philosoph Theodor W. Adorno hat in seinen „Reflexionen aus dem beschädigten Leben“ solche Entwicklungen lange vorausgesehen und mit stilistischer Prägnanz beschrieben: „… es ist keine Schönheit und kein Trost mehr außer in dem Blick, der aufs Grauen geht, ihm standhält und im ungemilderten Bewusstsein der Negativität die Möglichkeit des Besseren festhält“. (Minima Moralia)

Eine stille und besinnliche Adventszeit wünsche ich allen Lesern dieses Blogs.

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Gebäude äußerst ramponiert

Der neue Tag, 18. September 2007: „Stadtrat legt Antrag auf Abriss der Scheune und des ehemaligen Stalls im Pfarrhof vorerst auf Eis … Nach den Plänen der Kirchenverwaltung sollen sie einem Ersatzbau weichen.“
(tu) pleystein
Das Foto im neuen Tag springt ins Auge, man empfindet die bauliche Situation als angenehm, ortsbildprägend, identitätsstiftend – ein Stück Heimat.
Um einen Abriss zu erzwingen, werden vorbeigehende, durch das Bauwerk gefährdete Volksschüler bemüht. Sollte eine solche Gefährdung vorliegen, sollte aber sofort die Verkehrssicherungspflicht wahrgenommen werden. Wie dem Bericht zu entnehmen ist, wollen die Verantwortlichen alternativ zu einem Abriss „warten, bis Stadel und Stall zusammenbrechen“. Sehr bedenklich für die vorgenannten Volksschüler.
Der Architekt hilft den Abrissfreunden mit dem Dampfhammer-Argument: „Eine Generalsanierung würde zwischen 400.000 und 450.000 Euro kosten. Im Vergleich dazu komme der Ersatzbau an gleicher Stelle mit zwei Garagen … auf 100.000 Euro.“ Ein Vergleich zwischen Luxussanierung und Fertiggaragen, mehr wird wohl für Abriss und Neubau für 100.000 Euro nicht drin sein.
Möge der Bauplan der Kirchenstiftung bis zum St. Nimmerleinstag auf Eis liegen.

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„Was habe ich hier eigentlich verloren?“

Montag, 24.09.2007. Mit der obigen Titelzeile beginnt mein neuer Lesestoff, das neue Taschenbuch von Ian Rankin. „Es war ein verregneter Montagnachmittag, und nichts an diesem Tag ließ für den Rest der Arbeitswoche etwas Gutes ahnen.“, heißt es gleich im ersten Absatz. Aus dem Klinikum Weiden kommt der erwartete Anruf, für drei Tage stationär zu einer Kontrolluntersuchung zu erscheinen. Aus den drei Tagen werden drei Wochen. Der Rankin hat annähernd spannende 600 Seiten. Titel? „So soll er sterben.“
Makaber?

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Müde Beine

„Müde Beine, viele Steine, Aussicht keine, Heinrich Heine“, schrieb der junge Dichter und Journalist (1797-1856) lapidar und ironisch in das Gipfelbuch des Brocken, den er 1824 auf seiner berühmten Harzreise an einem nebligen Tag bestiegen hatte.
Am 1. September 2007 resignierte die Touristin Hildegard am Stückberg-Aussichtsturm bei Eslarn aus den gleichen Gründen (Eintrag ins Gipfelbuch):
Stückberg-Gipfelbuch

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„An dera Kien, wou ma hängt, mou ma balln!“

Eine alte – leider kaum mehr verwendete – Redensart aus dem Vohenstraußer Raum (Etzgersrieth, Gemeinde Moosbach) gibt recht drastisch wieder, was im Hochdeutschen folgendermaßen ausgedrückt wurde: „Wes´ Brot ich ess, des´ Lied ich sing.“ (Todeskampf des Genetivs?)

„An dera Kien, wo ma hängt, mou ma balln!“ (An der Kette, an der man hängt, muss man bellen!“), heißt es im Oberpfälzischen und gibt wieder, dass Abhängigkeiten seit altersher üblich waren und eine eigene Gesinnung bzw. Meinung einen unerschwinglichen Luxus darstellten.

Kritische Fragen zu umstrittenen Bereichen zu formulieren, ist auch in heutigen – demokratischen – Zeiten nicht ganz ohne Risiko, „denn auch die Könige von heute können durchaus jähzornig reagieren“*: … mir steht´s bis Oberkante Unterlippe …!

* http://www.saez.ch/pdf/2003/2003-18/2003-18-380.PDF

 

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Bank und Kritiker am runden Tisch

Neue Filiale der Volksbank in der Diskussion: Gesamtkonzept bleibt, Details veränderbar.“ (Der neue Tag 12.07.2007)

Auf Vorschlag von Landrat Simon Wittmann, der auch die Moderation angeboten hatte, „trafen sich die Beteiligten vom Bauherrn über die Architekten bis zu den Kritikern zu einer internen, sachlichen Diskussion im Rathaus“.

Die Meinung der Stadt formulierte Andreas Wutzlhofer nach dem Treffen laut Lokalzeitung: „… Das massive Auftreten und „kleinkarierte Denken“ der Kritiker könne er nicht nachvollziehen.“

Für einen zukünftigen Bürgermeisterkandidaten eine aufschlussreiche und nachdenkenswerte Bemerkung. Immerhin hatten über 200 Bürger, die die Bedenken gegen die bestehenden Neubaupläne teilten, unterschrieben: „… wir sind nicht gegen den Neubau der Volksbankfiliale, aber wir wollen eine Architektur, die in unseren Marktplatz passt.“

Nachtrag am 20.07.2007:

Der zweite Bürgermeister der Stadt Vohenstrauß, Andreas Wutzlhofer, hat mich aufgrund des obigen Blog-Eintrags heute angerufen und seine im “Neuen Tag” zitierte Aussage relativiert. “Das massive Auftreten und kleinkarierte Denken der Kritiker” habe sich nicht auf die über 200 Bürger und auch nicht auf den Heimatkundlichen Arbeitskreis Vohenstrauß bezogen, sondern auf einige Einzelpersonen. In einer der nächsten Sitzungen des Arbeitskreises würde er gerne persönlich dazu Stellung nehmen.
Dieses Angebot einer konstruktiven Zusammenarbeit nehmen wir gerne an.

 

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„Keine Niederlage für Denkmalpflege“ (Der neue Tag 29.06.07)

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Vorweg: Wenn ein denkmalgeschütztes Objekt – hier ein dominantes Gebäude im Stil des bürgerlichen Klassizismus aus dem Jahre 1840 und Zeuge des Wiederaufbaus nach dem letzten verheerenden Stadtbrand – unwiderruflich verschwindet/abgerissen wird, empfinden dies die mit der Denkmalpflege behafteten Personen durchaus als Niederlage.

Es wäre interessant zu wissen, ob der CSU-Vorstand bei seiner Radltour auch die Pläne für die Neugestaltung des Gehret-Anwesens erkundet hat oder ob er sich lediglich auf die Aussagen der „Verantwortlichen“ verlässt.

Über 200 Vohenstraußer Bürger haben sich kurzfristig in einer Unterschriftenliste gegen diese Art der „behutsamen Neugestaltung“ gewandt. Dabei ist klarzustellen, dass wir nicht gegen den Neubau der Volksbankfiliale sind, aber wir wollen eine Architektur, die zu unserem Marktplatz passt. Es geht nicht darum , eine exakte Kopie des bestehenden Gebäudes zu erreichen, sondern das Erscheinungsbild des bürgerlichen Klassizismus auch mit Mitteln der modernen Architektur – nicht aber mit modischem Schnickschnack – zu erhalten.

Der Bauausschuss der Stadt Vohenstrauß weigerte sich beispielsweise „beim Antrag über die Erneuerung des Dachstuhls mit Errichtung eines Kniestocks“ in der Friedrichstraße zuzustimmen, weil dies „gänzlich den Vorgaben widerspricht“. (Der neue Tag 22.06.07). Bei den Neubauplänen der Volksbank wurde dem zugestimmt – zweierlei Maß?

Überdies ist es uns rätselhaft, dass es bis heute nicht gelungen ist, in der Presse die Neubaupläne mit Bild darzustellen, um die sehr interessierte Öffentlichkeit  über die zukünftige Gestaltung ihrer „Wohnstube“ Marktplatz aufzuklären.

 

 

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Mit Demokratie hat das nichts zu tun – Bürgermeister Zilbauer greift in Stadtratssitzung Kritiker an (Der neue Tag 16.06.2007)

„[…] Kein gutes Haar ließ er auch an den Vohenstraußern, die den Neubau der Volksbankfiliale am Marktplatz kritisiert hatten. Diesen „20 Baumeistern“ sprach er die Kompetenz ab. Das Geldinstitut habe sich viel Mühe gemacht und Fachleute konsultiert. Das Gebäude werde ein positiver Beitrag für das Stadtbild. „Wir müssen der Volksbank dankbar sein. Wir wissen doch, was los ist bei uns“, fand der Bürgermeister. Schließlich dürften auch die Gewerbesteuereinnahmen nicht vernachlässigt werden. Dr. Gref (SPD) meinte, dass die Stadt mit dem Neubau „sehr gut bedient“ sei. Martin Gleixner (CWG) bezeichnete die Maßnahme zwar ebenfalls als richtig, dennoch müssen Bürger ihre Meinung  frei äußern dürfen […]“
Zur Klarstellung: Niemand hat etwas gegen eine neue Volksbankfiliale in Vohenstrauß, aber sie sollte das Erscheinungsbild des Vohenstraußer Marktplatzes – errichtet nach dem Brand von 1839 im Stil des bürgerlichen Klassizismus – nicht durch modischen Schnickschnack entwerten. Kompetenz lässt sich u.a. auch durch das Studium der Vohenstraußer Gestaltungssatzung aneignen.

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Gehret-Anwesen muss weichen

Der Beitrag in der Lokalzeitung „Der neue Tag“ weist in seinem Untertitel „Rund 20 besorgte Vohenstraußer kritisieren geplanten Neubau am Marktplatz“ auf die neue Filiale der Volksbank hin, „das ortsbildprägende Gebäude soll … einer Allerweltsarchitektur geopfert werden“.

Eine größere Zahl von Bürgern der Stadt Vohenstrauß („deren Namen der Redaktion bekannt sind“) ist unzufrieden, wie mit dem Ersatzbau des in der Denkmalliste eingetragenen Anwesens „Marktplatz 28“ (Weißbäcker/Wirtsbeck/Gehret) umgegangen werden soll.

Dazu einige Bemerkungen meinerseits als Kreisheimatpfleger:

In der Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege ist das Anwesen eingetragen (und noch nicht gelöscht, siehe Internet) als „Eckhaus, mit Halbwalm und Fenstereinfassungen aus Granit, 1. Hälfte 19. Jh., im Kern 18. Jh.“

Die Erlaubnis zum Abbruch wurde durch das Landratsamt Neustadt an der Waldnaab als sachlich und örtlich zuständiger Behörde im November 2005 erteilt. Der Kreisheimatpfleger und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege wurden seitens des Landratsamtes am Erlaubnisverfahren beteiligt und zum Antragsinhalt gehört. Der zuständige Referent des Landesamtes für Denkmalpflege war aufgrund seiner Untersuchungen im November 2005 zu folgender Stellungnahme gekommen: „Aufgrund der Begehung ist ein Abbruch aus denkmalfachlicher Sicht strikt abzulehnen … Insgesamt steht zu befürchten, dass ein erfolgreicher Abbruchantrag eines potentiellen Antragstellers zu ähnlichen Nachahmerprojekten im Stadtensemble führen wird.“ Diese Befürchtung war nicht abwegig, wenn man den Umgang des Stadtrats mit seiner von ihm selbst in Auftrag gegebenen Gestaltungssatzung vom Jahr 1995 zum Vergleich heranzieht. Ein Aufschrei der besorgten Vohenstraußer Bürger war weder namentlich noch öffentlich damals zu vernehmen.

Die Denkmalpflege hatte eine entscheidende Niederlage hinnehmen müssen, nicht zum ersten Mal in Vohenstrauß, siehe ehemaliges Elektrizitätswerk/Wannenbad beim Friedhof.

Nun steht zu befürchten, dass durch den Neubau das Stadtbild im Marktplatzbereich erheblich beeinträchtigt wird.

Die in den jetzigen Geschäftsräumen der Volksbank ausgestellte Neubauplanung des Architekturbüros weber + würschinger nimmt wenig Rücksicht auf die Gestaltungssatzung der Stadt Vohenstrauß: „… ortstypische Dachformen wie z.B. das Walmdach, Krüppelwalmdach … sollten erhalten bzw. wieder hergestellt werden“.

Die Gliederungselemente der zeit- und landschaftstypischen Bürgerhäuser, die den langgezogenen abfallenden Stadtplatz umgeben, bestehen aus dem heimischen Granit im Bereich der Traufe, der Fenster und Türgewände und der Sockelausbildung. Bauweise und Detailgestaltung entsprechen den damals vorherrschenden klassizistischen architektur- und städtebaulichen Vorstellungen. (Stellungnahme des Referenten des Landesamtes für Denkmalpflege)

Nachdem schon einmal ein Stadtbild prägendes Gebäude („Kronprinz“) durch einen untypischen Neubau ersetzt worden ist, muss im Altstadtbereich mit größter Sensibilität vorgegangen werden, um eine weitere denkmalpflegerische Abwertung zu vermeiden. Die Erhaltung des denkmalgeschützten Gehret-Anwesens war nicht möglich, denn es „müsse wirtschaftlich gehandelt werden“ (Der neue Tag). Auch die historische Kelleranlage (Streifzüge des Heimatk. Arbeitskreises 10/1990, S. 26) wird aus wirtschaftlichen Gründen höchstwahrscheinlich geopfert werden.

Zumindest bei der Neubauplanung sollte es aber möglich sein, auf die Gestaltungssatzung der Stadt Vohenstrauß und die Stellungnahmen des Landesamtes für Denkmalpflege und die der Kreisheimatpfleger Rücksicht zu nehmen. Herr Zobel (Stadtbau Amberg) „kann die Aufregung nicht verstehen.“ Sämtliche Vorkehrungen seien getroffen worden, die für eine behutsame Neugestaltung notwendig gewesen seien. Warum dann die untypischen, überdimensionierten Fenster im Obergeschoss, die unruhige Gestaltung im rechten Erdgeschossbereich. Will man hier die schon vorhandene Bausünde weiter kultivieren? In der Fortsetzung der Pleysteiner Straße kann dies in der Form des geplanten Kubus sehr reizvoll sein. Vor allem frage ich mich, warum der Verzicht auf die – vor allem im Bereich von Straßeneinmündungen – landschaftstypischen Krüppelwalme geschehen ist.

Erfreulich ist die Bereitschaft der Verantwortlichen der Volksbank, sich mit dem Heimatkundlichen Arbeitskreis zusammenzusetzen. Vielleicht ergeben sich noch Möglichkeiten, das typische – im Klassizismus verwurzelte – Stadtbild soweit wie möglich zu erhalten.

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